Kritik nach Aue-Spiel: Storks zu jung und unerfahren!

Aue - Auch Magdeburgs Schiedsrichter-Guru Bernd Heynemann ist sprachlos über die Leistung von Sören Storks beim Abstiegs-Endspiel zwischen dem SV Darmstadt 98 gegen den FC Erzgebirge Aue (1:0).

Ex-Schiri Bernd Heynemann kritisiert Sören Storks Leistung, vor allem aber dessen Ansetzung als Referee der so wichtigen Partie scharf.
Ex-Schiri Bernd Heynemann kritisiert Sören Storks Leistung, vor allem aber dessen Ansetzung als Referee der so wichtigen Partie scharf.  © Imago

Gleich drei gravierende Fehlentscheidungen zu Ungunsten der "Veilchen" unterliefen dem 29-jährigen Referee. In einem MDR-Interview sagte Heynemann, dass allein die Nominierung durch den DFB falsch war.

"Die Ansetzung des DFB war der entscheidende Fehler. Einen vergleichsweise jungen und unerfahrenen Mann bei so einem wichtigen Spiel einzusetzen, war sehr unglücklich. Wenn ich die erfahrenen Leute aber als Videoschiedsrichter in den Keller schicke, dann fehlen diese natürlich an anderer Stelle", sagte der 64-Jährige dem Sender.

Er ärgerte sich über den nicht gegebenen Treffer nach vier Minuten, nahm hier Storks aber in Schutz: "Das hätte der Assistent sehen müssen. Er hatte den besten Blick. Von der Schiedsrichterposition aus war das hingegen schwer zu erkennen. Das Handspiel war noch eindeutiger. Hier hätten sowohl Schiedsrichter als auch Assistent auf Elfmeter entscheiden müssen."

Heynemann sprach von einem "kollektiven Versagen" des kompletten Gespanns und erklärt: "Jetzt ist erst einmal Sommerpause. Aber in der kommenden Saison wird Sören Storks vermutlich ein, zwei Partien weniger pfeifen, um seine Leistung noch einmal zu reflektieren."

Mit technischen Hilfsmitteln wäre die Partie vermutlich anders verlaufen. Heynemann, ein Gegner des Videobweises, würde zumindest die Torlinientechnik in allen drei Profiligen sehen wollen. Der FC Erzgebirge hatte sich vor fünf Jahren in Person des damaligen Trainers Falko Götz dagegen ausgesprochen, aber das war eben 2013.

Heynemann: "Ich war schon immer ein Befürworter der Torlinientechnik. Die stellt ganz einfach physikalisch fest: Tor oder kein Tor. Zweifelt weder die Entscheidungskompetenz noch die Persönlichkeit des Schiedsrichters an. Die Torlinientechnik gehört definitiv in alle drei Profi-Ligen."

Heynemanns Forderung für die Relegation an den DFB: Der soll den erfahrensten Schiedsrichter aufs Feld schicken.

Der noch junge Schiri Sören Storks war mit der Leitung der Partie Darmstadt gegen Aue völlig überfordert.
Der noch junge Schiri Sören Storks war mit der Leitung der Partie Darmstadt gegen Aue völlig überfordert.  © Picture Point