"Jeder muss aus dem Sattel gehen!" Bergner beim CFC auf Startelf-Suche

Chemnitz – Der Drittliga-Absteiger hat die letzte Saison scheinbar komplett aus den Kleidern geschüttelt und fiebert dem Regionalliga-Auftakt gegen Union Fürstenwalde (28.7.) entgegen.

CFC-Coach David Bergner sitzt locker und relaxt auf seinem Stuhl, von seinen Kickern aber fordert er, im Kampf um die Stammplätze aus dem Sattel zu gehen.
CFC-Coach David Bergner sitzt locker und relaxt auf seinem Stuhl, von seinen Kickern aber fordert er, im Kampf um die Stammplätze aus dem Sattel zu gehen.  © Picture Point/R. Petzsche

Die jüngsten Auftritte bei Drittligist Carl Zeiss Jena (2:1) und Oberligist VFC Plauen (5:1) waren überzeugend. „Mit Leidenschaft und Aggressivität zu verteidigen, das war unser Ziel - und das haben wir recht vernünftig gemacht“, lobte Coach David Bergner insbesondere nach dem Härtetest in Jena.

Im Spiel gegen den Ball agierten die Himmelblauen sehr zielstrebig. Die Ballgewinne waren zahlreich, die Effektivität lässt aber noch zu wünschen übrig. „Im Spielaufbau hatten wir einige Wackler, treffen manchmal noch die falschen Entscheidungen. In der Liga dürfen wir uns das nicht leisten“, weiß Bergner. Das finale Zuspiel fand für seinen Geschmack zu oft den Weg zum Gegner.

Einer der den tödlichen Pass spielen kann, ist Dennis Grote. Der Mittelfeldregisseur war in Jena sowie Plauen aber außen vor. „Eine Vorsichtsmaßnahme. Er klagt über muskuläre Probleme im linken Oberschenkel“, berichtet Bergner.

Union Berlin, Dynamo Dresden und Carl Zeiss Jena - die bisherigen Testgegner waren nicht ohne. Aber: Höherklassige Teams decken eventuelle Schwachstellen schonungslos auf und lassen Rückschlüsse darauf zu, was noch verbessert werden muss, um in die Regionalliga-Spitze vorzustoßen. Bergner weiß das, genauso wie ihm bewusst ist, dass es kein Klacks ist, aus 18 Neuzugängen eine funktionierende Einheit zu formen.

„Wir müssen uns alles hart erarbeiten. Die Jungs sind aber willig und wollen sich einbringen. Natürlich haben sie auch Kompromisse einzugehen, und es wird noch ein paar blutige Nasen geben, wenn es um die Besetzung der Stammplätze geht“, so Bergner.

Wer in seiner Gunst ganz oben steht, wollte der Fußballlehrer selbstverständlich nicht verraten. Die derzeitige Aufstellung ist noch nicht das Nonplusultra: „Jeder muss aus dem Sattel gehen. Aus dem Aufgebot kann man nichts ableiten.“


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