Diese Shopping-Meilen erwarten einen Ansturm aus Sachsen

Auf Stelzen begrüßen Darsteller die Kunden im erst 2016 eröffneten Fashion-Outlet-Center Brehna.
Auf Stelzen begrüßen Darsteller die Kunden im erst 2016 eröffneten Fashion-Outlet-Center Brehna.

Leipzig - Rund drei Viertel der Sachsen gehören keiner Kirche an. Dennoch ist der Freistaat das einzige deutsche Bundesland, wo der Buß- und Bettag noch gesetzlicher Feiertag ist. Nicht wenige sächsische Heiden wird es morgen wieder in die Konsum-Tempel benachbarter Länder ziehen. Das sind die Hotspots der weiß-grünen Shopping-Karawane.

Kurz vor Sachsens nordwestlicher Landesgrenze fiebert man schon dem Mittwoch entgegen. "Wenn die Sachsen an ihrem Feiertag kommen, dann verdoppelt das bei uns Besucherzahlen und Umsätze“, frohlockt Peter Lenhardt (36), Center-Manager vom Nova Eventis. Das riesige Einkaufszentrum an der A 9 (180 Geschäfte, 76.000 qm Verkaufsfläche) erwartet am Mittwoch rund 30.000 Kunden.

Nur 13 Kilometer hinter dem nordsächsischen Delitzsch wartet das "The Style Outlets“-Center auf zahlungsfreudige Nachbarn. "Wir freuen uns auf den erhöhten Zustrom von Feiertags-Shoppern und sind mit 1800 kostenlosen Parkplätzen bestens auf viele Besucher aus Sachsen eingestellt“, sagt Chef Uli Nölkensmeier (50).

Insgesamt 45 Outlet-Stores bieten hier auf 11.000 Quadratmetern preisgesenkte Markenware an.

Vor den Toren Leipzigs befindet sich das Nova Eventis - ein Einkaufszentrum mit 180 Geschäften. Nebenan ist zudem IKEA.
Vor den Toren Leipzigs befindet sich das Nova Eventis - ein Einkaufszentrum mit 180 Geschäften. Nebenan ist zudem IKEA.

Der sächsische Feiertag sei vor allem in den Grenzregionen spürbar, strahle aber auch in Städte wie Halle und Erfurt aus, weiß Knut Bernsen, gemeinsamer Geschäftsführer der Handelsverbände Sachsen-Anhalt und Thüringen. "Gerade Familien können mal ganz entspannt einkaufen und sich auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit anschauen.“

In Dresden und Ostsachsen zieht‘s die Buß- und Bettags-Shopper hingegen nach Tschechien. Während Billigheimer eher die Grenzmärkte frequentieren, düst das etwas anspruchsvollere Publikum gleich über die A 17 bis nach Prag.

Der Wenzelsplatz und Na Príkope (Graben) mit ihren vielen Boutiquen und Geschäften sowie das Palladium Center am Platz der Republik seien bei deutschen Shopping-Touristen besonders beliebt, erklärt Vera Horakova vom Prager Fremdenverkehrsbüro.

Und gibt noch einen Tipp: "Rabatt heißt bei uns 'sleva'."


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