Gewalt-Drohung im Briefkasten von Heidenaus Bürgermeister

Der Bürgermeister von Heidenau in Sachsen, Jürgen Opitz, wird wegen seines Engagements für Flüchtlinge von Rechtsextremen mit Gewalt bedroht.
Der Bürgermeister von Heidenau in Sachsen, Jürgen Opitz, wird wegen seines Engagements für Flüchtlinge von Rechtsextremen mit Gewalt bedroht.

er Bürgermeister von Heidenau, Jürgen Opitz, wegen seines Engagements für Flüchtlinge von Rechtsextremen mit Gewalt bedroht.

Die Rechten in Heidenau schrecken vor nichts zurück, wollen diejenigen, die sich ihnen in den Weg stellen, einschüchtern.

"Meine Frau hat am Donnerstag einen Zettel im Briefkasten gefunden, als sie die Zeitung herausholen wollte: Konkrete Gewaltandrohung. Es gibt Möglichkeiten, sich schützen zu lassen. Die nehme ich jetzt in Anspruch", sagte der CDU-Politiker dem "Sonntag-Express".

Doch der couragierte Bürgermeister lässt sich nicht unterkriegen. "Ich werde weiter gegen Rassismus sprechen und werde mich weiter dafür einsetzen, dass die Heidenauer Solidarität mit den Asylbewerbern zeigen und sich ordentlich benehmen. Ich habe keine Angst."

Von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr führte ein Aufzug mit ca. 5.000 Teilnehmern vom Dresdner Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Dresdner Neustadt.
Von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr führte ein Aufzug mit ca. 5.000 Teilnehmern vom Dresdner Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Dresdner Neustadt.

Unterdessen sind die Versammlungen in Heidenau und Dresden am Sonnabend friedlich verlaufen, wie die Polizei mitteilt.

Von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr führte ein Aufzug mit ca. 5.000 Teilnehmern vom Dresdner Hauptbahnhof über die St. Petersburger Straße, Wilsdruffer Straße, Theaterplatz, Augustusbrücke, Carolabrücke und Albertplatz bis zum Bahnhof Dresdner Neustadt. Auf dem Pirnaischen Platz und dem Carolaplatz wurden dabei Zwischenkundgebungen durchgeführt.

400 Teilnehmer trafen gegen 19.00 Uhr am Heidenauer Bahnhof ein, wo der Jenaer Pfarrer Lothar König einen Aufzug anmeldete. Dieser führte vom Bahnhof über die August-Bebel-Straße bis zur Flüchtlingsunterkunft an der S 172. Nach einer Zwischenkundgebung vor dieser, an der auch mehrere Flüchtlinge aus der Unterkunft teilnahmen, ging es über die Güterbahnhofstraße wieder zurück zum Bahnhof.

Außer einem gezündeten Böller kam es dabei zu keinen Vorkommnissen.

Fotos: dpa


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