Steht Sachsens Image-Kampagne vor dem endgültigen Aus?

"So geht sächsisch": Werbung auf einer Straßenbahn in Frankfurt/Main.
"So geht sächsisch": Werbung auf einer Straßenbahn in Frankfurt/Main.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Der Ruf Sachsens ist durch die ausländerfeindlichen Vorfälle ordentlich angekratzt. Dabei wollte die Staatsregierung das Image eigentlich mit einer millionenschweren Kampagne ("So geht sächsisch") aufpolieren. Ob diese nun weitergeführt wird, ist fraglich.

Denn "So geht sächsisch" ist bei Twitter [&] Co. immer dann in aller Munde, wenn es in Sachsen wieder einen ausländerfeindlichen Vorfall gab.

Nach MOPO24-Informationen war die ungewisse Zukunft der Kampagne Thema im Kabinett. "Die Standortkampagne wurde bereits nach den rechtsextremistischen Ausschreitungen in Heidenau und Freital bewusst zurückgefahren", so Regierungssprecher Christian Hoose.

Dies gelte auch in der momentanen Situation. Die Staatskanzlei berate mit der Agentur über Veränderungen in der Ausrichtung.

Die Opposition fordert schon lange ihr Ende. Falk Neubert (42, Linke):

"Die Imagekampagne ist gescheitert. Angesichts der Ereignisse der letzten Monate ist klar, dass ihre Wirkung durch die Imageschädigungen, die dem Freistaat durch flüchtlingsfeindliche Hetze, Demonstrationen, Anschläge, PEGIDA und Co. entstehen, überlagert wird."

So böse lästert die ZDF-"heuteshow" über Sachsen.
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Auch die Volleyballerinnen des Dresdner SC werben für die Kampagne.
Auch die Volleyballerinnen des Dresdner SC werben für die Kampagne.

Fotos: bs/Sächsische Staatskanzlei/Bernward Bertram, Screenshot: ZDF


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