SPD-Landesliste: Frank Richter droht eine Kampfkandidatur!

Frankenberg - Droht bei der SPD ein Hauen und Stechen? Am Sonnabend wählt die Sachsen-SPD ihre Kandidatenliste für die Landtagswahl. Die Personal-Vorschläge von SPD-Chef Martin Dulig (44) dürften für Diskussionsstoff sorgen - insbesondere wegen der Platzierung von Frank Richter.

Frank Richter (58) droht eine Kampfkandidatur.
Frank Richter (58) droht eine Kampfkandidatur.  © Holm Helis

Dulig hatte dem ehemaligen CDU-Mitglied Richter, früher Chef der Landeszentrale für politische Bildung, einen guten Listenplatz in Aussicht gestellt. Nun hat er ihn auf Platz sieben gesetzt - die Liste liegt TAG24 vor. Sehr gut möglich, dass langgediente SPDler ihm diesen Platz streitig machen wollen. Denn nicht alle freuen sich über den externen, parteilosen Zugang.

Zumal derzeitige Abgeordnete sich auf der Vorschlagsliste des Partei-Chefs nur auf wackeligen Plätzen wiederfinden: Etwa Harald Baumann-Hasske (Platz 17), Jörg Vieweg (21) und Iris Raether-Lordieck (22). Angesichts der Umfragewerte gelten die ersten 15 Plätze als aussichtsreich. Die Liste ist bei der SPD ausschlaggebend, da sie traditionell bei den Direktmandaten keine Chance hat.

Hinter Martin Dulig als Spitzenkandidat auf Platz eins folgen Ministerin Petra Köpping, Fraktions-Chef Dirk Panter und Vize-Parteichefin Hanka Kliese.

Auf Platz fünf steht Generalsekretär Henning Homann, Dagmar Neukirch steht auf Platz sechs. Noch aussichtsreich: Mario Pecher auf Platz 14 und die Dresdner Juso-Frau Sophie Koch auf Platz 15.

Der Parteitag findet ausgerechnet in Frankenberg bei Chemnitz statt: Dort fand schon für die Wahl 2014 die emotionale und turbulente Kandidatenkür statt, bei der es sogar Tränen gab.

Martin Dulig (44) bleibt Spitzenkandidat der sächsischen SPD.
Martin Dulig (44) bleibt Spitzenkandidat der sächsischen SPD.  © Holm Helis

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