Kita-Krise in Sachsen! Das sagen die Politiker

Chemnitz - Im Kita-Zoff ist kein Ende abzusehen. Wegen des straffen Bildungsplans sollten 40 Millionen Euro für die Vor- und Nachbereitungszeit der Erzieher in den nächsten Doppelhaushalt eingeplant werden. Aber Fehlanzeige! Zumindest 2017/2018 wird der Freistaat kein zusätzliches Geld lockermachen. TAG24 hat Chemnitzer Landtagsabgeordnete befragt:

Hanka Kliese (36, SPD): 

„Für die Absenkung des Betreuungsschlüssels werden im Haushalt 567 Millionen Euro eingeplant. Das bedeutet nicht die Entlastung, die wünschenswert wäre. Wir bleiben am Kita-Thema dran.“

 
© DPA

 Alexander Dierks (29, CDU):

„Es ist wichtig, die Erzieher zu entlasten. Da ist die Absenkung des Betreuungsschlüssels ein erster Schritt. Außerdem werden 800 000 Euro für Sprachförderung im Haushalt eingeplant.“

 
© Uwe Meinhold

Susanne Schaper (38, Linke):

„Die Vor- und Nachbereitungszeit nicht im Pensum des Bildungsplans einzuarbeiten ist ein unsägliches Versäumnis. Das darf nicht zulasten der Betreuungszeit gehen.“

 
© Uwe Meinhold

Peter Patt (53, CDU):

„Wer bestellt, bezahlt. Der Bildungsplan war längst bestellt und mit den Kommunen vereinbart. Deshalb sind diese zuständig für dessen Finanzierung. Träger, Kommune, Eltern sollten zusammenarbeiten.“

 
© Uwe Meinhold

Jörg Vieweg (45, SPD):

„Wir sind im Reparaturbetrieb, um zu heilen, was versäumt wurde. Mit der Senkung des Schlüssels ab Januar wird ohnehin mehr Personal notwendig sein. Das bleibt eine langfristige Aufgabe.“

 
© Maik Börner

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