Jeder zehnte Sachse ist Schuldner! Was tun?

Der Schuldenberg sächsischer Privathaushalte wächst - vor allem in Leipzig!
Der Schuldenberg sächsischer Privathaushalte wächst - vor allem in Leipzig!

Sachsen - Ein großes Auto, immer das neueste Handy, teure Reisen, eine schicke Wohnung und immer neues „Futter“ für Kleider- und Schuhschrank - und das möglichst alles gleichzeitig!

So liest sich der Wunschzettel vieler Sachsen, aber auch die „Karriere“ vieler Schuldner. Jeder zehnte Sachse (Quote: 9,98 Prozent) ist verschuldet, hat der Inkassodienstleister Creditreform ermittelt.

Die 342.000 sächsischen Schuldner fragen sich in schlaflosen Nächten: Wie kommt man wirklich raus aus den Schulden?

Der Schuldenberg sächsischer Privathaushalte wächst - vor allem in Leipzig! Laut Creditreform verzeichnet Leipzig derzeit die höchste Schuldensteigerung.

Der krasseste Fall bei den Schuldnerberatern der sächsischen Verbraucherzentrale war zuletzt ein erst 25-jähriger Leipziger mit schon 17.000 Euro Schulden und 28 Gläubigern im Nacken.

Schulden machen ist längst kein gesellschaftliches Randphänomen mehr, betrifft auch Einkommensstärkere: Frauen haben zahlenmäßig längst zu den Männern aufgeschlossen.
Schulden machen ist längst kein gesellschaftliches Randphänomen mehr, betrifft auch Einkommensstärkere: Frauen haben zahlenmäßig längst zu den Männern aufgeschlossen.  © 123RF

Wann gilt man eigentlich als überschuldet? Wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Viele manövrieren sich selbst in die Schuldenfalle. Erste Alarmzeichen: Briefe mit Mahnungen werden nicht mehr geöffnet.

Der Dispo ist im Dauerminus. Ratenzahlungen für Auto- oder Hauskredit sind im Dauerrückstand.

Wen Schulden plagen, der sollte sie nach Wichtigkeit sortieren: Zuerst Mietschulden begleichen, sonst droht Zwangsräumung!

Auch Strom, Gas und Wasser zahlen - sonst wird abgeklemmt. Tipp: Ratenzahlungen oder Stundung mit den Unternehmen vereinbaren! Bei Bagatellbeträgen (unter 100 Euro) lohnt es sich, nach Forderungsverzicht zu fragen.

Auch Unterhaltsverpflichtungen und Geldstrafen haben oberste Priorität, sonst droht Gefängnis (Ersatzfreiheitsstrafe). Damit wären Arbeitsplatz und Lohn futsch.

Damit man gar nicht erst in den Schuldenstrudel rutscht, raten Experten Berufstätigen: Alle finanziellen Belastungen so weit runterschrauben, dass man sie auch noch mit nur 70 Prozent seines aktuellen Einkommens bedienen könnte. Dann ist die Chance groß, auch bei Schicksalsschlägen nicht in die Miesen zu rutschen.


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