Steigt AfD-Joker Chrupalla erneut gegen Kretschmer in den Ring?

Dresden - Bei der Landtagswahl im kommenden September könnte es erneut ein Duell Kretschmer vs. Chrupalla geben. Dienstag bekräftigte der AfD-Bundestagsabgeordnete in Berlin seine Ambitionen, „eine tragende Rolle“ im Wahlkampf spielen zu wollen.

Liebäugelt mit der Spitzenkandidatur: AfD-Malermeister Tino Chrupalla.
Liebäugelt mit der Spitzenkandidatur: AfD-Malermeister Tino Chrupalla.  © dpa/Paul Zinken

Wenn Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) den Namen Tino Chrupalla (43) hört, dann fühlt sich das für ihn in etwa so an wie die brutale Linke von Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua (29), die im April 2017 die Boxer-Karriere von Wladimir Klitschko (42) beendete.

Denn nur fünf Monate nach dem legendären WM-Fight im Wembley-Stadion ging auch Kretschmer k.o. - bei der Bundestagswahl. Der bis dato nahezu unbekannte Malermeister Chrupalla hatte dem prominenten CDU-General das Direktmandat im Wahlkreis Görlitz abgenommen - für Kretschmer war es das Aus als Bundestagsabgeordneter.

Nun zeichnet sich bei der sächsischen AfD ein Zweikampf um die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl ab. Nachdem bereits Parteichef Jörg Urban (54) seinen Hut in den Ring geworfen hatte, meldete jetzt Chrupalla seine Ambitionen an.

Zwar fühle er sich im Bundestag sehr wohl, aber ihn würde es auch reizen, nach Sachsen zu gehen und dort „eine Veränderung anzuschieben“, erklärte er gestern. Die Entscheidung fällt auf dem Landesparteitag im Februar in Markneukirchen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.  © DPA

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