Trendwende in Sachsen: Etwas Gutes hat der Fachkräftemangel

Leipzig - Seit Jahren steigt die Zahl der befristeten Jobs in Sachsen an. Doch der Mangel an Fachkräften bremst den Befristungs-Trend zunehmend ein.

Mitarbeiterinnen des Sensorherstellers Micas bei der Arbeit im erzgebirgischen Oelsnitz. Der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass wieder mehr unbefristete Stellen angeboten werden.
Mitarbeiterinnen des Sensorherstellers Micas bei der Arbeit im erzgebirgischen Oelsnitz. Der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass wieder mehr unbefristete Stellen angeboten werden.  © DPA

Nach Angaben der Arbeitsagentur ist inzwischen jeder 13. Job im Freistaat befristet. Vor allem größere Unternehmen stellen ihre Beschäftigten bevorzugt befristet an.

Doch im Wettbewerb um Fachkräfte steuern Unternehmen und Verwaltungen nun wieder zurück. "Sicherheit ist für viele Menschen bei der Wahl des Arbeitsplatzes entscheidend", sagt Sachsens Agenturchef Klaus-Peter Hansen.

Von den bei Arbeitsagenturen und Jobcentern im Freistaat aktuell 39.400 gemeldeten freien Stellen sind 87,6 Prozent unbefristet.

"In Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels ist Befristung als Mittel der Personalpolitik vollkommen absurd", meint Sachsens DGB-Chef Markus Schlimbach. Für junge Menschen sei das eine permanente Drohung mit Entlassung.

Vor allem sachgrundlose Befristungen gehören abgeschafft, fordert Schlimbach. Nach Erkenntnissen des DGB gibt es im öffentlichen Dienst besonders viele befristete Jobs.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0