Bund überfordert: Dulig fordert Atempause im Thema Asyl

Dulig weiß, dass der Bund überfordert ist. Und hat auch eine ganz klare Meinung zur negativen Wirkung von PEGIDA.
Dulig weiß, dass der Bund überfordert ist. Und hat auch eine ganz klare Meinung zur negativen Wirkung von PEGIDA.

Sachsens Vize-Regierungschef und SPD-Vorsitzender Martin Dulig hat in der Flüchtlingspolitik eine Atempause gefordert.

Deutschland sei "rein organisatorisch an der Belastungsgrenze", sagt Dulig am Freitag in der "Leipziger Volkszeitung". Er wisse nicht, ob das Boot voll sei, "richtig ist aber: wir schaffen es zurzeit nicht mehr".

Der Staat brauche vor der großen und noch bevorstehenden Integrationsaufgabe eine Atempause, um sich zu organisieren. Man dürfe die Flüchtlingsfrage "nicht nur mit dem Herzen, sondern auch mit dem Verstand beantworten". Wer gut integrieren wolle, müsse den Flüchtlingsstrom jetzt eindämmen. "Es nutzt kein Drumherumgerede."

Die Pegida-Bewegung hat Sachsen laut Dulig massiv wirtschaftlich und kulturell geschadet.

Sie trage die Verantwortung dafür, dass eine Stimmung entstanden sei, "in deren Folge sich Menschen das Recht herausnehmen, andere mit Hass und Verachtung und Gewaltandrohung zu verfolgen."

Das sei die Vorstufe zum direkten Angriff auf Mitmenschen. "Die Grenze des Zumutbaren für den Staat ist mit Pegida längst überschritten." Nun sei die Staatsanwaltschaft dran.

Foto: Hom Helis


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