Ungleiches Paar: Das will das neue Spitzenduo der Linken

Dresden - Es soll ein radikaler Neuanfang werden: Sachsens Linke soll mit einer Doppelspitze zu alter Stärke finden. Erstmals äußert sich das ungleiche Paar Susanne Schaper (41) und Stefan Hartmann (51), dass den zweitgrößten Landesverband der Partei (nach NRW) führen soll.

Sie kandidieren als Führungs-Duo bei Sachsens Linken: Susanne Schaper (41) und Stefan Hartmann (51).
Sie kandidieren als Führungs-Duo bei Sachsens Linken: Susanne Schaper (41) und Stefan Hartmann (51).  © Eric Münch

Nach der heftigen Niederlage bei der Landtagswahl (von 18,9 auf 10,4 Prozent) soll das Duo die vielen Lager innerhalb der Partei einen, Partei-Chefin Antje Feiks (40) ablösen.

"Es ist ein sehr fragiles Konzept. Wir polarisieren beide sehr stark. Das kann aber eine große Chance sein", so Sozialexpertin Schaper, die zum Traditionalisten-Flügel zählt.

Hartmann will "endlich" keine Nachrichten mehr über interne Flügelkämpfe produzieren. "Die Selbstbeschäftigung ist eines unserer zentralen Probleme."

Grundlage des Handelns müssten die 80 bis 90 Prozent Gemeinsamkeiten sein. Markenkern müsse sein, Partei der sozialen Frage und des Friedens zu sein.

Angesichts der "herben" Wahlklatsche, die sich einreihe in eine Kette von Niederlagen seit 2008, müssten jetzt sehr grundsätzliche Fragen gestellt werden.

Man müsse authentischer werden, aus der eigenen Blase rauskommen, so Schaper. Die Arbeitsteilung sieht sie, die eigentlich einen anderen Lebensplan hatte, so: "Er redet und macht das Theoretische und ich würde das Pragmatische reinbringen." Ob die Basis das Duo stützt, entscheidet ein Parteitag Mitte November.

Titelfoto: Eric Münch

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