Dulig gesteht: Er wusste nichts von Solarworld-Pleite

Minister Martin Dulig (43, SPD) warnt vor politischem Aktionismus.
Minister Martin Dulig (43, SPD) warnt vor politischem Aktionismus.  © DPA

Dresden - Wie weiter mit dem insolventen Solar-Hersteller Solarworld in Freiberg? Im Landtag warnte Wirtschaftsminister Martin Dulig (43, SPD) vor politischem Aktionismus und Profilierung auf dem Rücken der Beschäftigten.

Die Debatte auf Antrag der Grünen führte zu einem Schlagabtausch über die Energiepolitik und ein Eingreifen der Politik. Der Solarhersteller hatte am 12. Mai Insolvenz beantragt. Im Freiberger Werk sind 1200 Jobs bedroht.

Dulig räumte ein, dass ihn der Insolvenzantrag „kalt erwischt“ habe. Das hatten die Grünen ihm angekreidet und ihm vorgeworfen, sich nicht frühzeitig gekümmert zu haben. Dulig dagegen erklärte, bis zuletzt die Restrukturierungspläne bei Solarworld begleitet zu haben. Auch aktuell sei er mit allen Beteiligten im Gespräch, um den Prozess unterstützend zu begleiten. Große Hoffnung setzt Dulig in Insolvenzverwalter Horst Piepenburg (63).

Gerd Lippold (55, Grüne): „Unterstützen Sie die Suche nach Fortführungsperspektiven und Investoren mit mindestens demselben Engagement, das Sie für die Braunkohle an den Tag gelegt haben.“





Solarworld ist insolvent.
Solarworld ist insolvent.  © DPA

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