Mehr als 30.000 Juden verschleppt: Sachsen gedenkt der Opfer der Pogromnacht

Leipzig - Mit zahlreichen Veranstaltungen gedenkt Sachsen der Novemberpogrome von 1938.

Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938: 2018 hatte Leipzigs Stadtverwaltung ein Banner mit dem Bild der brennenden Synagoge aus Frankfurt am Main am Neuen Rathaus angebracht. (Archiv)
Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938: 2018 hatte Leipzigs Stadtverwaltung ein Banner mit dem Bild der brennenden Synagoge aus Frankfurt am Main am Neuen Rathaus angebracht. (Archiv)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Dafür sind am Freitag und Samstag Kranzniederlegungen an Gedenkstätten und Friedhöfen, Gottesdienste und literarische Veranstaltungen in Chemnitz, Leipzig, Dresden, Delitzsch und Görlitz geplant.

An den auf Gehwegen eingelassenen Stolpersteinen wollen Menschen an die Deportation der Juden erinnern. Dabei sollen Kerzen aufgestellt und die Steine gereinigt werden.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 verwüsteten Nationalsozialisten etwa tausende jüdische Geschäfte und Einrichtungen in Deutschland. Sie zündeten einen Großteil der rund 1200 Synagogen und Gebetshäuser an, demolierten jüdische Friedhöfe und stürmten Wohnungen.

Historiker gehen von mehr als 1300 Menschen aus, die in Folge des Pogroms ums Leben kamen. Mehr als 30.000 Juden wurden in Lager verschleppt.

Mehr als 1300 Menschen sollen in Folge des Pogroms ums Leben gekommen sein. Hier zu sehen: Mitglieder der SA bei einem Hetzmarsch durch Berlin gegen die jüdische Bevölkerung.
Mehr als 1300 Menschen sollen in Folge des Pogroms ums Leben gekommen sein. Hier zu sehen: Mitglieder der SA bei einem Hetzmarsch durch Berlin gegen die jüdische Bevölkerung.  © -/Ullstein/dpa

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