Annelis Mörder wollte sich umbringen

Markus B. (39)
Markus B. (39)

Von Stefan Ulmen

Leipzig/Klipphausen - Hatte er sein verpfuschtes Leben endgültig satt? Einer der beiden mutmaßlichen Mörder von Anneli R. (†17) wollte sich offenbar in der Untersuchungshaft umbringen. Markus B. (39) sitzt seit seiner Verhaftung am 17. August in Leipzig im Gefängnis.

Sein Haftbefehl lautet auf gemeinschaftlichen Mord und erpresserischen Menschenraub mit Todesfolge. Vorwurf: Er soll zusammen mit Norbert K. (61) die Unternehmer-Tochter entführt und ermordet haben.

„Es wurden Selbstverletzungen festgestellt“, bestätigte gestern ein Sprecher des Justizministeriums einen Bericht der „BamS“. Dort wurde auch von „erheblichen Mengen Blut“ geschrieben, die Markus B. verloren haben soll.

Wie MOPO weiter aus Justizkreisen erfuhr, wurde der Tatverdächtige bereits am 29. August morgens verletzt aufgefunden.

Der Tatverdächtige Markus B. (39) sitzt derzeit im neuen Leipziger Gefängnis in U-Haft.
Der Tatverdächtige Markus B. (39) sitzt derzeit im neuen Leipziger Gefängnis in U-Haft.

Der arbeitslose, offenbar verschuldete Koch und Familienvater (zwei Söhne) war u. a. bereits wegen Sexualdelikten bekannt. Außerdem sei er wegen Brandstiftung und Versicherungsbetrugs aktenkundig, so die Ermittler.

Zuvor hatte er auf dem Hof gelebt, wo Annelis Leiche gefunden wurde.

Das Verbrechen hatte im vergangenen Monat ganz Deutschland in Atem gehalten. Die Schülerin des Gymnasiums war am Donnerstag, 13. August, abends zu einer Radtour mit ihrem Hund aufgebrochen, wurde dann von den beiden Männern entführt.

Trotz verzweifelter Suche mit einem Großaufgebot und SEK-Einsatz konnte das Mädchen vier Tage später nur tot geborgen werden. Die Täter hatten die junge Frau offenbar bereits am Freitag umgebracht.

Fotos: Maik Börner, privat


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