Sein geklautes Auto ist wieder da, doch die Enttäuschung ist groß...

So sah der sieben Jahre alte Audi vor dem Diebstahl aus
So sah der sieben Jahre alte Audi vor dem Diebstahl aus

Königsbrück/Cottbus - Diesmal währte die Freude über den Fahndungserfolg nur kurz: Autodiebe hatten nachts den Audi von Geschäftsmann Thomas Giersch (46) geklaut, noch in derselben Nacht fanden die Beamten den Wagen - doch er ist ein Fall für den Schrottplatz.

Mitten in der Nacht klopfte es im Dörfchen Röhrsdorf am Schlafzimmerfenster: „Es war die Polizei“, sagt Thomas Giersch. „Sie haben gefragt, ob ich wüsste, wo mein Auto sei.“ Eigentlich dachte der Geschäftsmann, dass der Wagen vorm Haus steht.

Doch er war bereits rund 100 Kilometer weit weg. „Ich dachte zuerst: Glücklicherweise nur das Auto“, so Giersch. „Wenn die Polizei in der Nacht kommt, denkt man gleich, es wäre was mit den Verwandten. Trotzdem ärgerlich, das Ganze!“

Die Bundespolizei hatte den Autodieb 3 Uhr auf der Autobahn 15 Richtung Polen anhalten wollen, doch der Langfinger gab Gas, fuhr bei Rogossen ab. Erst im brandenburgischen Dörfchen Klinge war Schluss. An der geschlossenen Schranke des Bahnübergangs versuchte der Kriminelle, neben der Straße über die Schienen zu kommen, krachte an einen Baum.

Zu Fuß kam er davon. Das schrottreife Auto blieb dort.

„Glücklicherweise hat meine Frau gerade Urlaub, sodass wir erst mal ihr Auto nehmen können“, sagt Giersch und ist verwundert: „Am Abend war die Frontscheibe noch dick vereist - offenbar hatte der Dieb Zeit zum Kratzen.“

Thomas Giersch (46) kann sich nicht wirklich darüber freuen, dass sein 
geklauter Audi wieder aufgetaucht ist.
Thomas Giersch (46) kann sich nicht wirklich darüber freuen, dass sein geklauter Audi wieder aufgetaucht ist.  © Thomas Türpe

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