Kleinkrieg unter Kollegen: Strom-Schock durch Kabeltrommel geplant?

Hartmannsdorf - Kleinkrieg unter Lackierern: Wollte Michael N. (43) seinem "Nachbarn" Wilfried H. (67) einen gefährlichen Stromschlag verpassen?

Wurde vom Vorsitzenden Richter für unschuldig erklärt: Maler und Lackierer Michael N. (43).
Wurde vom Vorsitzenden Richter für unschuldig erklärt: Maler und Lackierer Michael N. (43).  © Haertelpress

Laut Anklage hat er die Kabeltrommel seines vermeintlichen Opfers mit Wasser befüllt. Richter Jürgen Zöllner war die Beweislage zu dünn. Er sprach den Beschuldigten frei.

Da haben sich zwei Streithähne gefunden! Auf dem Gelände einer Hartmannsdorfer Lackiererei verging kaum ein Tag ohne Ärger. Lackierermeister Heiko H. (54) und Wilfried H. lagen sich ständig in den Haaren. "Er hat sich massiv in meine Geschäfte eingemischt", so der Chef der Lackiererei. Wilfried H. ist Eigentümer des Grundstücks und hatte einen Pachtvertrag mit dem Lackierermeister.

Gipfel des Streits: Wilfried H. behauptete, den Angeklagten durch ein Fenster dabei beobachtet zu haben, wie er eine Kabeltrommel mit Wasser befüllte - um ihm einen Stromschlag zu verpassen. "Als ich ihn zur Rede stellen wollte, haben er und sein Chef nur gelacht", so das "Opfer". Der Angeklagte beteuerte seine Unschuld, auch sein Chef entlastete ihn: "Zu dem Zeitpunkt hatten wir dienstlich zu tun."

Richter Zöllner hob die sechsmonatige Bewährungsstrafe aus erster Instanz auf und sprach Michael N. frei. "Es gibt viele Varianten, die in Betracht kommen. Es könnte auch ein Racheakt des Opfers gewesen sein. Im Zweifel für den Angeklagten."

Titelfoto: Haertelpress

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