Hier kann jeder zur Meerjungfrau werden

Rübenau - Katja Gradt aus Rübenau im Erzgebirge haben es Meerjungfrauen angetan.

Katja Gradt und ihre Tochter Milina präsentieren die neuen Meerjungfrauen-Decken.
Katja Gradt und ihre Tochter Milina präsentieren die neuen Meerjungfrauen-Decken.  © Jan Görner

Die 37-Jährige Erzgebirgerin häkelt die Fabelwesen in allen möglichen Varianten: Schals, Mützen, Ponchos. Der Ein-Frauen-Betrieb hat in zwei Jahren einen märchenhaften Aufstieg hingelegt.

Katja Gradt verdient mit Nadel und Faden ihr Geld. Meerjungfrauen-Decken sind der Renner. Das flauschige Vergnügen ähnelt Schlafsäcken und ist wahnsinnig kuschlig. "Zwei bis vier Tage dauert die Fertigung. Alles ist reine Handarbeit. Je nach Größe kommen dabei zwischen 600 Gramm und zwei Kilogramm Wolle zum Einsatz", sagt Katja Gradt.

Seit 2016 hat die Rübenauerin etwa 200 Stück verkauft. Wer sich selbst in der Fertigung versuchen möchte, kann eine Anleitung ordern. Das ist das zweite Standbein. Mittlerweile hat Katja Gradt drei Bücher mit den verschiedensten Häkelanleitungen veröffentlicht. Das vierte ist in Planung.

Noch vor einigen Jahren hätte sie nie geglaubt, dass sich ihr Hobby derart entwickeln könnte. Begonnen hatte es 2009 mit dem Häkeln von Babygarnituren für gute Freunde und Bekannte. Die Nachfrage stieg. Es kamen Mützen, Schals und Ponchos hinzu.

Seit mehr als fünf Jahren beliefert Katja Gradt elf Hexenvereine, vornehmlich im Ruhrgebiet. "Für ihre Trachten häkel ich die Stolas."

Titelfoto: Jan Görner


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