Sachsen schafft neue Asylplätze

Die Turnhalle in der Jägerkaserne in Schneeberg ist ab Mitte der Woche keine Asylunterkunft mehr.
Die Turnhalle in der Jägerkaserne in Schneeberg ist ab Mitte der Woche keine Asylunterkunft mehr.

Dresden - Zwar sind derzeit von den rund 20.000 Erstaufnahme-Plätzen für Asylbewerber in Sachsen nur 35 Prozent belegt. Trotzdem schafft der Freistaat weitere Plätze - gleichzeitig fallen jetzt aber 500 Betten weg.

Konkret wird die Turnhalle in der Schneeberger Jägerkaserne bis Donnerstag leer gezogen, so die Landesdirektion (LDS). „Die Turnhalle soll künftig für die Polizeiausbildung zur Verfügung stehen“, so Sprecher Holm Felber. Die ehemaligen Kasernengebäude selbst bleiben Asylunterkunft.

Ebenfalls nicht mehr vom Freistaat genutzt wird ein Hotel in Böhlen (Kreis Leipzig). Laut LDS lief die Mietvereinbarung zum Jahresende ab und wurde nicht verlängert. Allerdings bleibt es wohl Asylunterkunft des Landkreises. Auf das Gebäude war im Juli von Unbekannten zweimal geschossen worden.

Die Unterkunft sorgte für Schlagzeilen, weil es von einem Ex-Republikaner-Funktionär betrieben wurde.

Zugleich gibt es 200 neue Plätze in Dresden in einem winterfesten Zelt (Karlsruher Straße). Zudem stehen an der Bremer Straße rund 500 Plätze in zehn Leichtbauhallen zur Verfügung. Plus 336 Plätze in Meerane in einem Ex-Lehrlingsheim. Wann sie genutzt werden, ist unklar.

Neue Erstaufnahme-Unterkunft in Dresden ist dieses Zelt an der Karlsruher Straße.
Neue Erstaufnahme-Unterkunft in Dresden ist dieses Zelt an der Karlsruher Straße.

Foto: Ove Landgraf, dpa (je 1)


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