Sachsen: Spaziergänger soll Hund erstochen haben

Taucha - Im Landkreis Nordsachsen sind zwei Hirtenhunde angeblich von einem verärgerten Spaziergänger-Ehepaar mit einem Messer angegriffen worden. Eines der beiden Tiere starb, das andere wurde verletzt.

Einer der beiden Hirtenhunde erlag seinen Verletzungen. (Symbolbild)
Einer der beiden Hirtenhunde erlag seinen Verletzungen. (Symbolbild)  © 123RF

Der Vorfall soll sich bereits am Samstag im Tauchaer Ortsteil Dewitz ereignet haben, berichtet Polizeisprecher Uwe Voigt auf TAG24-Nachfrage. "Das Ehepaar war mit seinem Hundewelpen spazieren, als von einem Grundstück plötzlich ein Hirtenhund über den Zaun sprang", so Voigt. Der Vierbeiner war aggressiv und ging auf den Hundewelpen und das Ehepaar los .

Daraufhin sei ein 26-jähriger Mitarbeiter der Wasserbüffelfarm eingeschritten und wollte den Hund zurückpfeifen. Dabei hatte er das Tor geöffnet, wodurch ein zweiter, deutlich größerer Hirtenhund ebenfalls ins Geschehen eingriff.

"Um ihren Welpen zu schützen, wollte das Ehepaar die Hirtenhunde mit Knüppeln vertreiben", so Uwe Voigt weiter. Auch zwei Augenzeugen schritten ein und halfen der 71-Jährigen und ihrem Ehemann (74).

Die Hunde bissen den Welpen und anschließend in die Hand der Frau. Der 26-Jährige konnte unter der Mithilfe des mittlerweile eingetroffenen Halters (43) die beiden Hunde einfangen und zurückbringen. Dabei stellte der 43-Jährige fest, dass beide Hunde verletzt waren. Nach Angaben des 26-Jährigen hätte der 74-Jährige mit einem Messer auf die Hunde eingestochen.

Die Rentner fuhren mit ihrem Vierbeiner in die Tierklinik, anschließend ließ sich die an der Hand verletzte Frau in einem Krankenhaus behandeln. Auch der 43-Jährige fuhr mit dem Hund zum Tierarzt.

Widersprüchliche Angaben zum Tathergang

Den genauen Tathergang schildern die Beteiligten äußerst widersprüchlich. "Während die Rentner behaupten, nur mit Knüppeln auf die beiden angreifenden Hunde losgegangen zu sein, behauptet der 26-jährige Mitarbeiter, dass das Ehepaar mit einem Messer auf die Hirtenhunde eingestach", so Polizeisprecher Voigt. Die beiden eingeschrittenen Zeugen hätten kein Messer gesehen.

Verwunderlich ist auch die Tatsache, dass der Halter (43) der beiden verletzten Hirtenhunde den Vorfall erst am nächsten Tag bei der Polizei meldete. Da war eines seiner Tiere bereits verstorben. Und auch das Ehepaar reagierte erst, als die Polizei am nächsten Tag vor Ort war und erstatte Anzeige gegen den 43-Jährigen.

Die polizeilichen Ermittlungen haben erst begonnen. Voigt: "Es gibt noch viele Widersprüche, die geklärt werden müssen."

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