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So trauert Sachsen um den großen Winnetou

Dresden - Als „Winnetou“ eroberte er die Herzen von Millionen. Jetzt hat sein Herz aufgehört zu schlagen. Der Schauspieler Pierre Brice ist gestern am frühen Morgen in Paris im Krankenhaus verstorben - in den Armen seiner deutschen Frau Hella.
2011 war Pierre Brice Stargast bei den Karl-May-Festspielen in Radebeul. Im Karl-May-Museum hielt er die Silberbüchse in den Händen.
2011 war Pierre Brice Stargast bei den Karl-May-Festspielen in Radebeul. Im Karl-May-Museum hielt er die Silberbüchse in den Händen.

Dresden - Als „Winnetou“ eroberte er die Herzen von Millionen. Jetzt hat sein Herz aufgehört zu schlagen. Der Schauspieler Pierre Brice ist Samstag am frühen Morgen in Paris im Krankenhaus verstorben - in den Armen seiner deutschen Frau Hella.

Eine Lungenentzündung wurde dem Filmstar zum Verhängnis. Weltweit trauern nun seine Fans. In Sachsen gedenkt man dem Franzosen besonders liebevoll. Der Schriftsteller Karl May wurde hier geboren. Kein Schauspieler hat seinen Romanhelden Winnetou so perfekt verkörpert wie Pierre Brice.

Filmfigur und Mensch - bei Pierre Brice sind sie verschmolzen. Das gelingt Schauspielern nur selten. Brice - der Indianer - war ein Phänomen. Der Schauspieler wurde 1929 als Baron Pierre Louis Le Bris in Brest in der Bretagne geboren.

1962 verkörperte er zum ersten Mal den Apachenhäuptling Winnetou in „Der Schatz im Silbersee“. Das war sein Durchbruch.

In unseren Herzen reitet er weiter

Pierre Brice als Winnetou. Der Häuptling kämpfte als edler, guter Indianer mit seiner „Silberbüchse“ auf seinem Pferd Iltschi für Gerechtigkeit und Frieden.
Pierre Brice als Winnetou. Der Häuptling kämpfte als edler, guter Indianer mit seiner „Silberbüchse“ auf seinem Pferd Iltschi für Gerechtigkeit und Frieden.

Zuvor hatte er als Schauspieler nur mittelmäßigen Erfolg. Insgesamt elf Mal hat Brice in Filmen Winnetou verkörpert. Von 1976 bis 1986 gab er ihn auf der Freilichtbühne Elspe und von 1988 bis 1991 sowie 1999 in Bad Segeberg.

In Frankreich war Brice kaum bekannt. Seine Verbindung zu Deutschland war eng. Hier hatte er Millionen Fans. Seine Frau Hella stammt aus Bayern.

Im Interview hat Brice einmal zugeben, dass er eigentlich gar keine Lust gehabt hat, einen Indianer zu spielen.

Beim Dreh der Filme konnte er sich jedoch einbringen. Er nutzte das aus. So ließ er Winnetou lange in die Ferne blicken oder mit einer ausladenden Armbewegung grüßen. Frieden, Freiheit, Weisheit und Würde - der Häuptling stellte in den Filmen stets einen zivilisierten Wilden dar.

Er und Old Shatterhand an seiner Seite - sie waren das ideale Team. Unschlagbar. Bis in aller Ewigkeit.

Fans und Freunde in tiefer Trauer vereint

1988 besuchte Pierre Brice mit seiner Frau das Karl-May-Museum in Radebeul.
1988 besuchte Pierre Brice mit seiner Frau das Karl-May-Museum in Radebeul.

Generationen von Sachsen wuchsen mit den Winnetou-Filmen auf -TV-Festtage unserer Kindheit. Entsprechend groß war gestern der Schock, als sich die Nachricht vom Tod des Schauspielers Pierre Brice verbreitete.

„Das trifft mich“, bekannte Landtagspräsident Matthias Rößler (60), ein eingefleischter Indianer-Fan. Er erfuhr im Auto vom Ableben seines Idols. Rößler: „Ich habe als Kind alle Karl- May-Bände gelesen. Durch Pierre Brice hat der edle Apachen-Häuptling ein Gesicht bekommen.“

Er habe dafür gesorgt, „dass die Deutschen die größten Indianerfreunde der Welt sind“. Trauer auch im Radebeuler Karl-May-Museum. Robin Leipold (27, Wissenschaftlicher Mitarbeiter): „Pierre Brice hatte eine lange Verbindung zu unserem Museum. 1988 hatte er sich eine Ausstellung angesehen in der Villa Bärenfett. 2011 kam er als Schirmherr der Karl-May-Festspiele noch mal hierher.“

Karl-May-Forscher Christian Heermann (78) wäre Brice gern persönlich begegnet.
Karl-May-Forscher Christian Heermann (78) wäre Brice gern persönlich begegnet.

Entsprechend bedrückt seien gestern die Museums-Mitarbeiter und Besucher gewesen.

Leipold: „Und das ausgerechnet an dem Tag, an dem wir unser Kinder- und Indianerfest feierten...“

Für Karl May-Experte Christian Heermann (78) war Pierre Brice die beste Besetzung für den Apachen- Häuptling. „Pierre Brice hat das Bild, das Karl May von Winnetou gezeichnet hat, eins zu eins wiedergespiegelt“, so der gebürtige Chemnitzer. „Es war beeindruckend. Leider bin ich ihm nie persönlich begegnet.“

Ab 4. Juli steht Michael Berndt-Cananà (35) als „Winnetou I“ auf der Felsenbühne Rathen: „Pierre Brice hat mit seiner Figur und seinen Filmen meine Kindheit und Jugend geprägt. Die Nachricht von seinem Tod hat mich sehr traurig gemacht.“

Auch wenn zwischen der neuen Winnetou-Version und den damaligen Filmen Unterschiede bestehen, hatte Pierre Brice keinen unwesentlichen Einfluss auf den jungen Schauspieler. „Ich glaube, ihn in den Filmen zu sehen, hat damals unbewusst schon einen Berufswunsch in mir geweckt.“

Seinem Ost-Bruder sagte er die Einheit voraus

Háu kola! Mit diesem Indianergruß (Hallo Freund) empfing so mancher Fan Pierre Brice 1988 auf der Felsenbühne Rathen.
Háu kola! Mit diesem Indianergruß (Hallo Freund) empfing so mancher Fan Pierre Brice 1988 auf der Felsenbühne Rathen.

Er prägte das Bild des Apachen-Häuptlings: Pierre Brice war Winnetou und Winnetou war Pierre Brice.

Für die Karl- May-Inszenierungen auf der Felsenbühne Rathen gilt Ähnliches für Jürgen Haase - er war der Ost- Winnetou. Und verkörpert seit mehr als 20 Jahren Old Shatterhand auf der Freilichtbühne.

Aktuell probt er für „Winnetou I“ (Premiere am 4. Juli).

Ungläubig und sprachlos nimmt er die Todesnachricht des West-Winnetous zur Kenntnis: „Wirklich wahr?“ Sofort werden Erinnerungen wach. Im Juli 1988 standen die beiden gemeinsam als ehrenwerte Indianer auf der Bühne im Elbsandsteingebirge.

Der Schauspieler Jürgen Haase zeigt eine Friedenspfeife, die ihm Pierre Brice 1988 bei einem Treffen auf der Freilichtbühne Rathen geschenkt hat.
Der Schauspieler Jürgen Haase zeigt eine Friedenspfeife, die ihm Pierre Brice 1988 bei einem Treffen auf der Freilichtbühne Rathen geschenkt hat.

„Es war ein irres Erlebnis damals. Die Felsenbühne war brechend voll“, erinnert sich der 57-Jährige.

„Mein Idol, das ich bis dahin nur aus dem Fernsehen kannte, hatte ich leibhaftig vor mir.“

Doch damit nicht genug, sein Darsteller-Blutsbruder sagte Haase bereits die Wende voraus.

Mit seinem französischen Akzent prophezeite Pierre Brice: „Deutschland wird wieder eins.“ Außerdem lud die Schauspiel-Legende den Ost- Kollegen zu einem Besuch nach Bad Segeberg ein.

Haase: „Einfach unfassbar. Diese Eindrücke lassen mich nie mehr los.“

Ein Fotograf „entführte“ den Weltstar zur Morgenpost

Pia Lucchesi sprach mit Brice im nicht geplanten Interview.
Pia Lucchesi sprach mit Brice im nicht geplanten Interview.

Von Pia Lucchesi

Es gibt Interviews, die vergisst man als Journalist nie. Das mit Pierre Brice ist so eines für mich. Damals, Anfang der 1990er Jahre als Volontärin der Dresdner Morgenpost. Ich wurde auserkoren mit Brice zu sprechen, weil ich als einzige in der Kulturredaktion Französisch gelernt hatte.

Pierre Brice stoppte in Dresden für eine TV-Aufzeichnung. Ein Mopo-Fotograf hatte ihn am Flughafen „entführt“.

Mir blieben fünf Minuten, um das Gespräch vorzubereiten. Aufregung, Herzrasen, Schweißausbrüche! Klein, braungebrannt und mit vielen Falten im Gesicht - so stand der Weltstar dann vor mir. „Winnetou“ ist alt geworden, dachte ich. Ich erinnerte mich an alle Filme mit ihm als edlen Apachenhäuptling, aber nicht an mein Schulfranzösisch!

Brice war leicht genervt wegen des Kidnappings. Ich stammelte höflich. Alle meine Sätze begannen mit „Pardon“ oder „Excuse-moi“. Der Franzose war ganz Kavalier. Er erkannte meine Not, antwortete in gutem Deutsch. Puh!

Wir sprachen über den Balkankrieg und seine Hilfsaktionen. Pierre Brice warb für Spenden und kritisierte die Unfähigkeit der Politik, Konflikte zu lösen. Sein hellwacher Verstand blitzte. Er hielt eine glühende Rede für Menschlichkeit, Nächstenliebe.

Ich war platt. Als wir uns nach 20 Minuten verabschiedeten, war Pierre Brice für mich mehr als nur der Held meiner geliebten Indianerfilme. Eine Legende!

Fotos: Karl May Museum, Peter Zschage, dpa, imago, dpa/Ulrich Hässler, Christian Suhrbier, Holm Röhner

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