Ein Orden für den Mann, der Dresdens Leid zeigt

Der Sächsische Ministerpräsiedent Stanislaw Tillich (r.) überreichte am Freitag im Residenzschloss dem Panorama-Künstler Yadegar Asisi (60) Sachsens Verdienstorden.
Der Sächsische Ministerpräsiedent Stanislaw Tillich (r.) überreichte am Freitag im Residenzschloss dem Panorama-Künstler Yadegar Asisi (60) Sachsens Verdienstorden.

Von Torsten Hilscher

Dresden - Hohe Ehrung für Panorama-Maler Yadegar Asisi (60): Der Künstler ist mit dem Sächsischen Verdienstorden ausgezeichnet worden.

Durch seine Ausstellungen habe er in hohem Maße zum Wohle und Ansehen Sachsens beigetragen, heißt es in der Begründung.

Sein Beitrag zur Pflege der Erinnerungskultur sei „herausragend“. Besonders erwähnt wurde Asisis Dresden-Panorama zum Jahr 1945. Die Ausstellung vermittle nachhaltig die Schrecken der Geschehnisse vor 70 Jahren.

Dabei betrachte er gleichwohl die historischen Hintergründe der Zerstörung. Asisi führt an zwei Orten in Sachsen sogenannte Panometer, neben Dresden auch in Leipzig.

Der gebürtige Wiener war in frühester Kindheit nach Leipzig gekommen. Später studierte er in Dresden und Berlin.

Neben Asisi erhielten elf weitere verdiente Bürger den Orden, die höchste staatliche Auszeichnung in Sachsen.

Darunter auch Bürgerrechtler Christoph Wonneberger aus Leipzig. Die Übergabe erfolgte gestern im Residenzschloss.

Anfang 2015 stellte Asisi sein Panorama vom zerstörten Dresden im Jahr 1945 im Panometer vor.
Anfang 2015 stellte Asisi sein Panorama vom zerstörten Dresden im Jahr 1945 im Panometer vor.
Aktuell hängt im Asisi-Panometer das 360-Grad-Panorama "Dresden im Barock".
Aktuell hängt im Asisi-Panometer das 360-Grad-Panorama "Dresden im Barock".

Fotos: Holm Helis/Steffen Füssel


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