Verfolgungsjagd: Sachsens Polizei jagt Drogendealer

Mit einem Spürhund nahmen die Beamten die Verfolgung auf.
Mit einem Spürhund nahmen die Beamten die Verfolgung auf.

Von Bernd Rippert

Raschau-Markersbach – Eine Großfahndung nach tschechischen Drogendealern hält die Region in Atem. Polizisten aus Deutschland und Tschechien kontrollieren intensiv an den Grenzübergängen, ein Hubschrauber der Bundespolizei sucht mit einer Wärmebildkamera nach einem flüchtigen Dealer und auch in den Erzgebirgsbahnen fahnden Bundespolizisten in Zivil.

Die filmreife Jagd begann in der Nacht zu Donnerstag in Tschechien. Bei Pernink, kurz hinter der Grenze, nahmen tschechische Polizisten einen Drogenhändler hoch. Er hatte angeblich 60 Gramm Crystal dabei.

Als die Beamten kurz darauf einen tschechischen VW Passat mit geklauten Kennzeichen von einem VW Polo anhalten wollten, gab der Fahrer Vollgas und raste bei Johanngeorgenstadt über die deutsche Grenze.

In Raschau-Markersbach ließ der Mann seinen Wagen stehen, flüchtete zu Fuß weiter.
In Raschau-Markersbach ließ der Mann seinen Wagen stehen, flüchtete zu Fuß weiter.

Doch in Sicherheit war der Fahrer deshalb noch lange nicht. Die tschechische Polizei jagte hinterher. Bis Raschau-Markersbach. In der Bergstraße stoppte der Passatfahrer, sprang aus dem Auto, hechtete über eine Grundstücksmauer, watete durch den Fluss Große Mittweida und rannte über ein Feld davon.

Die tschechische Polizei hatte derweil Verstärkung durch die deutsche Landes- und Bundespolizei angefordert. Ein deutscher Fährtenhund fand auch prompt eine Spur des Flüchtigen auf einem Feld. Derweil untersuchte die Polizei aus dem Nachbarland den Passat – ob sie Drogen fand, ist unbekannt.

Die Polizei sucht seitdem den flüchtigen Mann. Denkbar sei, dass er mit der Erzgebirgsbahn nach Johanngeorgenstadt flüchten könnte und von dort über die Grenze.

Denkbar sei auch, dass ein Komplize aus Tschechien den Gesuchten mit einem Auto abholen wolle. Darum fahnden Polizisten beider Länder derzeit mit Hochdruck in der Region und an der Grenze.

Fotos: Bernd März (2)


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