Schilderwald an Sachsens Autobahnen wächst

In Sachsen häufen sich die Hinweisschilder. Die Autobahnen sind ein richtiger Schilderwald.
In Sachsen häufen sich die Hinweisschilder. Die Autobahnen sind ein richtiger Schilderwald.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Auf den Autobahnen im Freistaat gibt es immer mehr Hinweisschilder für touristische Attraktionen.

Ob Kurort Oberwiesenthal oder Barockgarten Großsedlitz: Insgesamt weisen an Sachsens Autobahnen 264 der braunen Tafeln auf Sehenswürdigkeiten hin.

„118 davon sind nach 2011 erlaubt worden“, so Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamts für Straßenbau (LASuV). 25 weitere Anträge sind derzeit in Bearbeitung.

Die Schilderflut möglich machte eine Liberalisierung der Vorschriften 2011 - auf Bestreben der FDP. Gekippt wurden damals Vorgaben, wie weit die beworbene Attraktion von der Autobahn weg sein durfte.

Vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von 250 Metern zwischen einzelnen Schildern. „In Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein aufgestellt werden“, so Isabel Siebert.

Die Kosten trägt der Antragsteller, meist die Gemeinde. Im Schnitt 5000 bis 7000 Euro pro Schild.

Anja Renner vom Landestourismusverband begrüßt die Werbemöglichkeit: „Die Schilder öffnen die Augen für Ausflugsziele, auch für Kleinode.“

Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamts für Straßenbau (LASuV).
Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamts für Straßenbau (LASuV).

Fotos: Landesamt für Straßenbau und Verkehr (1), Klaus Jedlicka (1)


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