Schäden von "Jahrhundert-Katastrophe" betragen 110 Millionen Euro

Pirna - Heftige Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer haben Sachsens Wäldern in den vergangenen Monaten zugesetzt wie nie.

Waldschäden bei Zwönitz im Erzgebirge: Dürre, Stürme und Schädlinge haben den Wäldern ungemein zugesetzt.
Waldschäden bei Zwönitz im Erzgebirge: Dürre, Stürme und Schädlinge haben den Wäldern ungemein zugesetzt.  © DPA

"Wir können von einer Jahrhundertkatastrophe sprechen", so Andreas Bitter (57), Chef des Sächsischen Waldbesitzerverbandes. So geballt und folgenschwer sei der sächsische Wald bisher kaum getroffen worden. Der aktuelle Schaden summiert sich auf rund 110 Millionen Euro.

Im Oktober 2017 hatte Sturm "Herwart" vor allem das Erzgebirge getroffen, im Januar hinterließ "Friederike" dann massive Schäden in der Oberlausitz, im Elbland und in Nordsachsen. Im heißen und trockenen Sommer vermehrten sich Schädlinge wie der Borkenkäfer massiv und fanden in dem ohnehin geschädigten Holz reichlich Nahrung.

Zugleich gingen die Holzpreise wegen des Überangebotes in den Keller. "Es ist derzeit kaum möglich, Holz zu verkaufen", beklagte Bitter. Wie berichtet, wollen CDU und SPD indes einen Fonds von 50 Millionen Euro für sturmbedingte Schäden einrichten.

Dem trockenen Sommer geschuldet, konnten sich Borkenkäfer massiv vermehren.
Dem trockenen Sommer geschuldet, konnten sich Borkenkäfer massiv vermehren.  © DPA

Titelfoto: DPA


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