Jetzt kommt der Winter - aber richtig!

Blick von der Bastei: Die Sächsische Schweiz kleidet sich schon in Weiß.
Blick von der Bastei: Die Sächsische Schweiz kleidet sich schon in Weiß.

Dresden - Die einen werden jetzt genervt stöhnen, aber einige Sachsen - allen voran die Kinder - wird diese Nachricht ziemlich freuen: Der Winter ist wieder da! Tief Emma hat ganze Arbeit geleistet.

Minusgrade, Glätte und Schnee erstrecken sich über weite Teile des Freistaats, Autofahrer sollten besonders achtsam sein.

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es zum Wochenende Schnee und Frost - da sind die Wetterfrösche sicher.

"Es kommt richtig Winter", sagte Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst. Ein Tiefdruckgebiet sorge am Freitag für viele Niederschläge in Sachsen, Thüringen und dem südlichen Sachsen-Anhalt.

Wie verhalte ich mich, wenn es draußen glatt wird? Hier ein paar Fahrtipps bei Schnee und Eis.
Wie verhalte ich mich, wenn es draußen glatt wird? Hier ein paar Fahrtipps bei Schnee und Eis.

Im Tiefland kommen diese als Schneeregen runter.

Im Bergland oberhalb von 300 Metern werde es dagegen kräftig schneien. Erwartet würden bis zu 15 Zentimeter Neuschnee.

Wer mit dem Zug dorthin will: Der Wintersport-Express der Städtebahn startet am Wochenende um 8:05 und 10:05 Uhr ab Dresden Hbf nach Altenberg. Zurück geht es um 15.18 und 17.18 Uhr.

Am Samstag schneit es laut DWD zunächst nur noch in Sachsen etwas - im Erzgebirge und östlich der Elbe. Die Temperaturen liegen dann auch Tiefland im Frostbereich.

In der Nacht zu Sonntag werde es erneut verbreitet schneien mit bis zu fünf Zentimetern Neuschnee im Tiefland und wieder bis zu 15 Zentimetern im Bergland, sagte Hain.

Am Sonntag beruhige sich die Wetterlage. Es bleibe aber frostig. In der Nacht zu Montag ziehe sehr kalte Luft auf.

Örtlich seien bis zu minus 15 Grad möglich.

Und anderswo?

Die Deutsche Bahn drosselt bei winterlichen Verhältnissen oft die Geschwindigkeiten der ICE-Züge.
Die Deutsche Bahn drosselt bei winterlichen Verhältnissen oft die Geschwindigkeiten der ICE-Züge.

Das Tief "Emma" mit Schnee und Blitzeis hat Autofahrern und Bahnreisenden in weiten Teilen Deutschlands zu schaffen gemacht.

Die Deutsche Bahn drosselte auf mehreren Strecken die Höchstgeschwindigkeit für ICE-Züge auf 200 Kilometer pro Stunde - allerdings nur bis Freitagnachmittag (14.00 Uhr), da das Wetter milder wurde als gedacht, wie ein Bahnsprecher sagte.

Auf der Autobahn 14 bei Magdeburg gab es am Freitagmorgen binnen kurzer Zeit mehrere Unfälle wegen Blitzeises. Zeitweise war die A14 auf zwölf Kilometern Länge voll gesperrt.

In Bayern wurde die bisher kälteste Nacht dieses Winters gemessen:

Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, fiel die Temperatur auf minus 17 Grad. Am Alpenrand und im Bayerischen Wald schneite es, ebenso wie im Harz. Für den Schwarzwald galt eine Unwetterwarnung - dort erwarteten die Meteorologen sogar 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee.

Bei Aachen und in der Eifel standen auf schneebedeckten Bundesstraßen Lastwagen quer, Autos blieben in Schneeverwehungen stecken, es bildeten sich Staus. Insgesamt waren in Nordrhein-Westfalen mehr als 100 Winterdienstfahrzeuge im Einsatz. Die Polizei in Rheinland-Pfalz warnte vor Eisplatten, die von Lastwagen fallen könnten.

Am Wochenende soll es in vielen Regionen Deutschlands frostig bleiben.

Fotos: imago, dpa-infografik GmbH, dpa/Stefan Puchner (2), Marko Förster (2)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0