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Ständig Streit um Isegrim: Wie viel Wildnis wollen wir in Sachsen?

Bedrohte Arten wie Wolf, Biber und Kormoran vermehren sich prächtig in Sachsen.

Von Pia Lucchesi

Wenn Isegrim seine Zähne
zeigt, kann einem schon Angst
und Bange werden. Doch ist
die Furcht vor dem „bösen
Wolf“ wirklich berechtigt?
Wenn Isegrim seine Zähne zeigt, kann einem schon Angst und Bange werden. Doch ist die Furcht vor dem „bösen Wolf“ wirklich berechtigt?

Dresden - 150 Jahre nach der Ausrottung der Wölfe in Deutschland siedelte sich 1998 ein Wolfspaar aus Polen in der sächsischen Oberlausitz an. Das Comeback der Raubtiere war damals eine Sensation. Heute leben in Deutschland 600 Tiere in 50 Rudeln, schätzen Experten. Die Raubtiere erobern sich so schnell Lebensräume zurück, dass so manchen Angst und Bange wird. Die Rufe nach der Aufweichung des Artenschutzes für den Wolf, aber auch für Biber, Kormoran & Silberreiher, werden immer lauter. Unsere moderne Gesellschaft steht vor der Frage: Mit wie viel Wildnis wollen wir leben und was ist uns das wert?

Bedrohte Arten wie Wolf, Biber und Kormoran vermehren sich prächtig in Sachsen. Das ist ein großer Erfolg des Naturschutzes. Dieser „Bevölkerungszuwachs“ in der Wildnis vor unserer Haustür stellt einen Gewinn fürs Land dar, der sich in Währungseinheiten nicht beziffern lässt.

So putzig! In Sachsen steigt
die Wolfspopulation stetig.
So putzig! In Sachsen steigt die Wolfspopulation stetig.

Der Baby-Boom im Tierreich produziert aber auch handfeste Probleme. Denn Fakt ist auch: Je näher sich Wildtiere und Menschen auf den Pelz rücken, desto mehr Konflikte gibt es. Ganz konkret: Landnutzungs-Konflikte.

Schäfer, Bauern, Fischer, Waldbesitzer oder Jäger berichten davon seit Jahren. Sie alle stehen dem Naturschutz nicht feindlich gegenüber. Sie beklagen aber zunehmend, dass ihre Belange angesichts der wachsenden Populationen von streng geschützten Wildtieren nicht oder nur unzureichend berücksichtigt werden. „Die Bevölkerung im ländlichen Raum muss den Eindruck gewinnen, dass der Artenschutz sich über jedwede Interessen hinwegsetzt“, stellte der Bautzner Landrat Michael Harig (CDU) jüngst erst in diesem Zusammenhang fest. Ein neuer Stadt-Land-Konflikt?!

Die Fachwelt, Lobbyisten, Angsthasen und Balkon-Biologen debattieren schon längst engagiert und emotional. Leider enden viele ihrer Streitgespräche oft unsachlich. Das nützt weder der Tierwelt noch den Menschen. Schließlich hat sich Deutschland verpflichtet, den Rückgang der biologischen Vielfalt bis 2020 aufzuhalten und mehr Flächen für Wildnisgebiete freizuräumen.

Naturschützer wehren sich gegen „Vorurteile“

Der größte Feind des Wolfes bleibt der Mensch.
Immer wieder werden Wölfe überfahren.
Der größte Feind des Wolfes bleibt der Mensch. Immer wieder werden Wölfe überfahren.

Die Frage, ob Wölfe in Deutschland dauerhaft überleben, ist keine Frage von Biologie und Ökologie. „Es geht um Vorurteile, Sorgen und Ängste - nicht um Wildnis“ ist sich der Wolfsexperte Markus Bathen vom Naturschutzbund (Nabu) sicher.

Bathen argumentiert pro Wolf: „In Ländern wie Spanien, Kroatien oder Italien, in denen Wölfe nie ausgerottet wurden, gibt es eine Koexistenz von Mensch und Wolf.“ Im Ökosystem erfüllt der Wolf eine wichtige Funktion als großer Beutegreifer. Das Raubtier frisst häufig kranke und schwache Tiere und hält somit den Bestand seiner Beutetiere „gesund“, führt Bathen aus.

Er weiß, dass die Rückkehr des Wolfes Weidetierhalter vor neue Herausforderungen stellt. Bathen: „Herden müssen geschützt und die Halter dabei unterstützt werden, um wirtschaftliche Benachteiligungen aufzufangen.“ Dafür steht auch der Nabu ein. Erst Ende August legte der Bund zusammen mit anderen Verbänden, Schäfern und dem Ökologischen Jagdverband ein Eckpunktepapier dazu vor. Motto: „Vielfalt behüten“.

Bathen: „Über all das muss informiert werden, damit das Märchen vom bösen Wolf weit hinten im Bücherregal verschwindet. Wer glaubt denn heute noch an den Klapperstorch? Niemand. Doch Legenden und Vorurteile gegenüber Wölfen halten sich bei manchem noch hartnäckig.“

Markus Bathen.
Markus Bathen.

Besonders für Schäfer ist der Abschuss kein Tabu

Gefundenes Fressen: Wölfe rei-
ßen bei den Nutztieren meist
Schafe.
Gefundenes Fressen: Wölfe rei- ßen bei den Nutztieren meist Schafe.

In Cunnewitz in der Oberlausitz gab es in der Vergangenheit mehr als zwei Dutzend Angriffe auf Nutztiere durch das sogenannte Rosenthaler Wolfsrudel. Allein der Schäfer Martin Just verlor dabei über 60 Tiere - trotz vorschriftsmäßiger Zäune und Schutzmaßnahmen.

Die Vorfälle dienen Wolfsgegnern als Munition. Sie befeuern den Streit um Abschüsse und Entschädigungen.

„Wir haben in der Lausitz einen Wolfsbestand, den es sonst auf unserer Erde nicht ein zweites Mal in dieser Dichte gibt. Der Zenit ist erreicht“, stellte Zoologie-Professor Michael Stubbe von der Hallenser Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung bereits 2016 fest. Stubbe fordert Maßnahmen, um die Größe der Wolfsrudel in Grenzen zu halten.

Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) will das auch: „Es geht mir um einen Interessenausgleich zwischen Artenschutz und Nutztierhaltung, der nur mit einer Regulierung der Beutegreifer in einer Kulturlandschaft einher gehen kann.“ Der Landrat möchte eine Ausnahmegenehmigung, um gegen die Problem-Wölfe vorgehen zu können. In letzter Konsequenz hieße das: Abschuss.

Die Schäfer in allen Wolfsregionen beklagen, dass der Schutz ihrer Herden die Erlöse ihrer Arbeit aufzehre. Sie fordern unbürokratische Hilfen, Finanzmittel auch für den Kauf und Unterhalt von teuren Herden-Schutzhunden. Martin Just wünscht sich von der Politik vor allem aber eines: eine rasche Lösung, die seinen Tieren und dem Wolf gerecht wird.

Michael Harig (CDU)
Michael Harig (CDU)

Noch schützen strenge Gesetze Sachsens Wölfe

Wölfe zu töten ist bislang noch untersagt.
Wölfe zu töten ist bislang noch untersagt.

15 bestätigte Wolfsterritorien gibt es aktuell im Freistaat. Schätzungen gehen davon aus, dass hierzulande zwischen 100 und 200 Wölfe leben.

Der Wolf genießt in Sachsen auf Grundlage von internationalen, europäischen, nationalen und Landes-Gesetzen den höchsten Schutzstatus. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Art zu erhalten und ihren Bestand zu stärken. Es ist strengstens untersagt, Vertreter der Art zu stören, zu fangen oder gar zu töten, bzw. ihre Fortpflanzung zu behindern. Delikte werden mit Bußgeldern bis zu 50. 000 Euro belegt.

Fotos: Rainer Weisflog, DPA, 123RF, undefined, Maik Ehrlich, Steffen Füssel

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