Getötet wegen eines Autos: Anklage fordert lebenslang für 20-Jährigen

Zwickau - Getötet wegen eines Autos: Im Mordprozess gegen ein junges Paar aus Zwickau hat der Staatsanwalt am Donnerstag eine lebenslange Haftstrafe für den 20-jährigen Angeklagten gefordert.

Michaela P. (17) und Jonny H. (20) beim Prozess-Auftakt in Zwickau.
Michaela P. (17) und Jonny H. (20) beim Prozess-Auftakt in Zwickau.  © Klaus Jedlicka

Anders als seine 17 Jahre alte Freundin müsse er wie ein Erwachsener bestraft werden, sagte Oberstaatsanwalt Holger Illing in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Zwickau. Für die Jugendliche hielt er acht Jahre und sechs Monate Jugendstrafe für angemessen.

Zwar sei es Johnny H. gewesen, der im November 2017 einen 45-Jährigen aus Gera hinterrücks erstochen habe, um an dessen Auto zu kommen. Doch beide hätten die Tat gemeinsam geplant, argumentierte Illing. Die Verteidigerin der Angeklagten forderte einen Freispruch für das Paar. Der Rechtsanwalt des Mannes sprach sich für die Anwendung des Jugendstrafrechts für seinen Mandanten aus und beantragte sechseinhalb Jahre Haft.

Das Paar hatte sein Opfer nach der Tat bei Niederaula (Osthessen) in die Fulda geworfen. Die Leiche wurde erst drei Monate später von einem Spaziergänger entdeckt (TAG24 berichtete).


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