Schlägereien und Drogenhandel: Neumarkt wird zum Brennpunkt

Zwickau - Der Neumarkt - eigentlich als attraktives Wohn- und Geschäftsquartier geplant - entwickelt er sich zum neuen Verbrechensschwerpunkt in Zwickau.

Hat die Entwicklung des Neumarktes im Blick: ZWG-Vorstand Ralf Lenk (50). Die ZWG hat am Neumarkt ein sechs Millionen Euro teures Wohn- und Geschäftshaus errichtet.
Hat die Entwicklung des Neumarktes im Blick: ZWG-Vorstand Ralf Lenk (50). Die ZWG hat am Neumarkt ein sechs Millionen Euro teures Wohn- und Geschäftshaus errichtet.  © ZWG

Anwohner und auch Polizei berichten wiederholt von Drogenhandel, Messerstechereien und Schlägereien, stellen Videos davon ins Internet.

Seit Monaten kracht es am Neumarkt immer wieder. Im Mai war ein Syrer (21) von einem Landsmann (21) niedergestochen worden. Anfang Juni wurde ein 31-jähriger Deutscher bei einer Junggesellenabschiedsfeier von mehreren Arabern verprügelt. 14 Tage später landeten sieben Syrer und Afghanen nach einer Prügelei im Krankenhaus. Anfang Juli vermöbelte ein Somalier (18) einen Äthiopier (19) klinikreif.

Die Problematik ist auch der Zwickauer Wohnungsbaugenossenschaft nicht verborgen geblieben. Die hatte am Neumarkt erst im November 2016 einen sechs Millionen Euro teuren Neubau mit hochwertigen Wohnungen und Geschäften eröffnet.

"Wir verfolgen die Entwicklung am Neumarkt sehr aufmerksam. Die Mieter melden sich ebenfalls bei uns", sagt Ralf Lenk (50), ZWG-Vorstandsvorsitzender. Doch die ZWG kann nicht viel tun. "Da der Neumarkt ein öffentlicher Platz ist, sind hier die Ordnungskräfte in der Verantwortung."

Eine erste Gesprächsrunde mit ZWG, Polizei und Stadt hat es bereits gegeben. "Wir prüfen jetzt die Zahlen", sagt Polizeisprecher Christian Schünemann (34).

Der Neumarkt in Zwickau entwickelt sich zum Zentrum der Kriminalität. In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Prügeleien und selbst Messerattacken.
Der Neumarkt in Zwickau entwickelt sich zum Zentrum der Kriminalität. In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Prügeleien und selbst Messerattacken.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg


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