Zwei Platzverweise im Sachsenpokal! Lok Leipzig gewinnt in Plauen und ist erster Halbfinalist

Plauen - Besser als der ungeliebte Stadtrivale BSG Chemie machte es am Sonntagnachmittag der 1. FC Lokomotive Leipzig im Sachsenpokal. Während die Leutzscher am Vortag im Achtelfinale an Eilenburg scheiterten, traf der FCL bereits im ersten Viertelfinale auf den VFC Plauen und gewann das Auswärtsspiel mit 1:0 (1:0). Djamal Ziane köpfte die Probstheidaer in der 9. Minute eine Runde weiter.

Djamal Ziane köpfte Lok Leipzig bereits in der 9. Minute eine Runde weiter. (Archivbild)
Djamal Ziane köpfte Lok Leipzig bereits in der 9. Minute eine Runde weiter. (Archivbild)  © Picture Point

Sechs direkte Duelle gab es bislang in der Regionalliga und der Oberliga. Nie konnten die Vogtländer die Messestädter bezwingen. Und das sollte auch am Sonntag so bleiben.

Mit erst einer Niederlage nach 15 Regionalliga-Spieltagen und einem 2:0 in Halberstadt im Rücken ging es für das Team von Wolfgang Wolf nach Plauen. Der VFC hatte sechs der letzten sieben Oberliga-Partien für sich entschieden, musste gelbgesperrt aber auf Kapitän Stefan Schumann verzichten.

Im vernebelten Vogtlandstadion, in dem man durch gezündete Bengalos anfänglich noch weniger vom Spielgeschehen sehen konnte, gingen die Gäste früh in Führung.

Nach einer Ecke von Paul Schinke köpfte Djamal Ziane die Probstheidaer direkt mit der ersten Möglichkeit in Front - 1:0 (9.).

Auf der anderen Seite wurde es für Loks Torhüter Herbert Schötterl in der 25. Minute gefährlich, doch Tim Slugas Außenristschuss ging knapp am langen Pfosten vorbei.

Lok bestimmte die Partie und kickte zehn Minuten vor der Halbzeitpause sogar in Überzahl: Plauens Kyriakos Andreopoulos sah nach einem Foul Gelb-Rot (35.). Die heimischen Fans riefen dem Unparteiischen Clemens Biastoch "Schieber, Schieber" zu.

Auch Schinke fliegt vom Platz - Lok erster Halbfinalist

Wolfgang Wolf feierte mit dem FCL den Einzug ins Sachsenpokal-Halbfinale. (Archivbild)
Wolfgang Wolf feierte mit dem FCL den Einzug ins Sachsenpokal-Halbfinale. (Archivbild)  © Picture Point

Mit ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit konnten die Leipziger im zweiten Durchgang zunächst nicht viel anfangen.

Die bis dato beste Gelegenheit aufs 2:0 hatte Aykut Soyak, doch sein Schuss wurde in der 57. Minute rechtzeitig von der Abwehr abgeblockt.

20 weitere Minuten dauerte es, ehe sich Plauens Keeper Ondrej Cap beweisen musste. Er lenkte einen Kopfball von Matthias Steinborn zur Ecke ab (76.).

Kurz darauf flog auch Paul Schinke nach einem Zweikampf mit Gelb-Rot vom Platz. Er wird dem FCL in der nächsten Runde fehlen.

Plauen hatte in der Nachspielzeit sogar noch die Mega-Chance auf die Verlängerung, doch ein Angreifer köpfte Schötterl freistehend direkt in die Arme (90.+2).

Das Sachsenpokal-Halbfinale wird erst nächstes Jahr ausgetragen. Vorgesehen ist der 28. und 29. März 2020.

In der Regionalliga Nordost geht es für die zweitplatzierten Probstheidaer kommenden Samstag (13.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger SV Lichtenberg weiter. Plauen fährt einen Tag später (13.30 Uhr) zum FC Inter nach Leipzig.

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