Sachsens Justiz hat Angst vor Schmuggel-Drohnen!

Drohnen könnten Drogen oder andere verbotene Dinge ins Gefängnis schmuggeln.
Drohnen könnten Drogen oder andere verbotene Dinge ins Gefängnis schmuggeln.

Dresden - Sachsens Justiz macht alle Gefängnisse im Freistaat auf die Gefahr von Drohnen aufmerksam. Mit Drohnen sei "es leicht, kriminelle Aktionen durchzuführen"!

Früher schenkte der Gefängnis-Besuch Kuchen mit einer Feile drin, glaubt man Räuberpistolen von Onkel Dagobert bis Egon Olsen. Heute ist es technisch möglich, verbotene Dinge mit einer Drohne ins Gefängnis zu schmuggeln.

Drogenschmuggel leicht gemacht?
In sächsischen Gefängnissen seien zwar derzeit keine derartigen "Flüge" bekannt und auf diesem Flug-Wege bislang keine unerlaubten Gegenstände über Gefängnissen abgeworfen worden, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag. Die Problematik wird dennoch sehr ernst genommen und die Situation genau beobachtet, heißt es.

Mitarbeiter in allen Haftanstalten wurden laut Ministerium entsprechend sensibilisiert.

Eine Staatssekretärsrunde aus den Länder-Justizressorts wird am 5. und 6. Mai in Bremen nach Lösungen suchen. Aktuell findet eine Länderumfrage zum Umgang mit der Drohnengefahr statt. Die deutschen Behörden aber sind spätestens nach dem Fund einer mit Handy und Drogen ausgestatteten Drohne in einer Haftanstalt in Hamburg alarmiert.

Ende letzten Jahres ist eine mit Drogen beladene Drohne beim Anflug in Richtung Zellenfenster eines Hamburger Untersuchungsgefängnisses auf das Dach der Anstalt gestürzt.

Ermittler sagten, ein "Wohlfühlpaket" mit Marihuana, einem iPhone und einem USB-Stick mit Filmen sollte offenbar direkt vor einer Zelle ausgeliefert werden. Der Häftling hätte nur noch durch die Gitterstäbe greifen müssen ... Zum Greifen nah also war das verbotene Glück. Auch in Bremen gab es einen ähnlichen Fall.

Fotos: DPA

(Von Jörg Schulz)


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