Wer vor der Landtagswahl zulegte und wer einbüßte: Sachsens Parteien im Mitglieder-Check

Dresden - Wie viele Sachsen bekennen sich wenige Monate vor der Landtagswahl am 1. September eigentlich zu Parteien? Während die SPD etwas zulegte, mussten Linke und CDU einen leichten Mitgliederschwund verkraften. Grüne und AfD konnten dagegen deutlich zulegen.

Der neue politische Stil von Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) verleihe der CDU neuen Schwung, findet die Partei.
Der neue politische Stil von Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) verleihe der CDU neuen Schwung, findet die Partei.  © DPA
  • CDU: Ende Januar zählte die Sachsen-CDU 10 424 Mitglieder - ein Jahr zuvor waren es noch gut 160 mehr. Zuwachs gab es nur in den Kreisverbänden Zwickau und Leipzig. Insgesamt standen den rund 400 Eintritten im Vorjahr 450 Austritte gegenüber. Generalsekretär Alexander Dierks (31): "Michael Kretschmer hat Sachsen und auch der Sächsischen Union im vergangenen Jahr einen neuen Schwung verliehen."

  • SPD: Zu Jahresbeginn hatte die SPD in Sachsen 4 981 Mitglieder - rund 130 mehr als ein Jahr zuvor. Im Vorjahr traten 1 091 Menschen ein, Austritte waren es 739. Zulauf gibt es vor allem in Dresden und Leipzig. 30 Prozent der Mitglieder sind jünger als 35. Antrieb für das SPD-Engagement sei z.B. die Positionierung gegen rechten Populismus, so Generalsekretär Henning Homann (39).
Sachsens AfD-Chef Jörg Urban (54). Seine Partei verzeichnet Zulauf in Sachsen.
Sachsens AfD-Chef Jörg Urban (54). Seine Partei verzeichnet Zulauf in Sachsen.  © DPA
  • GRÜNE: Ende 2018 hatten 1 913 Sachsen ein grünes Parteibuch - 350 mehr als im Jahr zuvor. Die Kommunalwahllisten seien gut gefüllt. Knapp 430 Eintritten stehen 56 Austritte gegenüber.
  • LINKE: Bei den sächsischen Linken waren Ende 2018 genau 7 988 Mitglieder registriert - ein Minus von 3,3 Prozent im Vergleich zu Ende 2017. Rund 360 Neumitgliedern standen 2018 knapp 600 Austritte gegenüber. Viele Mitglieder seien schlicht gestorben, hieß es. Die meisten Neueintritte gab es bei den 20- bis 29-Jährigen.

  • AfD: Die Partei hatte nach eigenen Angaben Ende 2018 genau 2 355 Mitglieder in Sachsen, zu Jahresbeginn waren es noch 1 778 - ein Plus von knapp 580. Gerade für das Wahljahr rechnet die Partei mit Zulauf.

  • FDP: Die FDP zählt rund 2 100 Mitglieder, vor einem Jahr waren es 2 075.

    Inwieweit die anstehenden Wahlen für Eintritte sorgten, müsse abgewartet werden.
Die AfD - hier eine Stimmkarte auf einem Parteitag - rechnet im Wahljahr mit weiteren Neumitgliedern.
Die AfD - hier eine Stimmkarte auf einem Parteitag - rechnet im Wahljahr mit weiteren Neumitgliedern.  © DPA

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