Sachsens Verbraucherschützer warnen vor Internet-Abzocke

Oft locken niedrige Anmeldegebühren - doch dann schnappt oft die Falle zu.
Oft locken niedrige Anmeldegebühren - doch dann schnappt oft die Falle zu.

Von Hermann Tydecks

Dresden - Probleme mit Internet-Verträgen, Inkassoschreiben und Heizkostenabrechnungen: Mit diesen Themen wurden Verbraucherschützer in den 13 sächsischen Beratungsstellen im letzten Jahr immer wieder konfrontiert.

120.000 Anfragen wurden bearbeitet. Trotz verschärfter Gesetze finden Online-Abzocker immer raffiniertere Wege, um ihre Opfer in die Falle zu locken!

"Verbraucher sind im Internet meist schneller mit Klicken als mit Lesen", warnt Verbraucherberaterin Anne Gündel (34). Das 1-Euro-Lockangebot (etwa bei Partnervermittlungen) ist schnell gebucht. Doch wer nicht aufpasst oder rechtzeitig kündigt, muss nach der Testzeit plötzlich tief in die Tasche greifen.

Robert Hoyer (40), Leiter der Dresdner Zentrale, warnt vor den zahlreichen Gefahren im Internet.
Robert Hoyer (40), Leiter der Dresdner Zentrale, warnt vor den zahlreichen Gefahren im Internet.

Vorsicht auch vor gefälschten E-Mail-Rechnungen: "Die sind kaum noch von originalen E-Mails zu unterscheiden", sagt Robert Hoyer (40), Leiter der Dresdner Zentrale (sieben feste Mitarbeiter).

Im Zweifel sollten Verbraucher beim Absender nachfragen, aber nie auf Links in der Mail klicken oder mitgesendete Dateien öffnen.

2015 wurden in Dresden 5593 Auskünfte erteilt (2014: 6688) und 158 Info-Veranstaltungen, Vorträge und Workshops an Schulen und auf Messen gehalten.

Weitere Beratungsschwerpunkte: Inkasso ("jede zweite Forderung fragwürdig"), Heizkosten ("für viele ein Buch mit sieben Siegeln"), Gewährleistungen, Widerruf von Internet- oder Telefonverträgen und Bausparverträge.

Fotos: imago/Ralph Peters (1), Holm Helis (1)


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