Bußgelder drohen! Sächsische Schweiz darf nachts nicht mehr betreten werden

Dippoldiswalde - Die frühlingshaft warmen Temperaturen der letzten Tage sowie die anhaltende Trockenheit sind für die Natur nicht ganz ungefährlich. Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat nun eine Allgemeinverfügung zur Sperrung des Waldgebiets im Nationalpark erlassen.

Noch am Freitag galt in Sachsen die Waldbrand-Warnstufe fünf. (Symbolbild)
Noch am Freitag galt in Sachsen die Waldbrand-Warnstufe fünf. (Symbolbild)  © Rocci Klein (Archivbild)

Das bedeutet für Besucher einige Einschränkungen.

Einerseits ist "in der Zeit von 21 Uhr eines Tages bis 6 Uhr des Folgetages das Betreten des Waldes einschließlich aller Waldwege untersagt".

Andererseits dürfen zwischen 6 Uhr und 21 Uhr die Waldwege auf keinen Fall verlassen werden.

"Die Allgemeinverfügung gilt bis auf Widerruf", teilte die Behörde mit und kündigte an, dass Forstschutzbeauftragte und die Vollzugspolizeibediensteten Platzverweise aussprechen dürften.

Zudem sei bei Verstößen mit Bußgeldern zu rechnen, die zwischen 2500 Euro und in besonders schweren Fällen bis zu 10.000 Euro betragen könnten.

Als Begründung für diese Maßnahmen wurde die Wetterlage angeführt.

"Aufgrund der trockenen Witterung und der hohen Temperaturen besteht eine außerordentlich große Waldbrandgefahr. In den vergangenen Wochen mussten die Feuerwehren häufig Waldbrände bekämpfen, deren Entstehung häufig im Zusammenhang mit Freilandübernachtungen stand", ließ das Landratsamt mitteilen. Bereits am Dienstag war für mehrere Teile Sachsens die höchste Waldbrandgefahrstufe verhängt worden (TAG24 berichtete).

Außerdem stellte das Landratsamt Nordsachsen eine sehr hohe Waldbrandgefahr für die Wälder im Landkreis Nordsachsen fest. Insbesondere in Dübener und Dahlener Heide sowie dem Wermsdorfer Wald gelten Waldbrandgefahrenstufen 5 und 4.

Zwischen 6 und 21 Uhr können Ausflüge in die Natur unternommen, dürfen die Waldwege aber nicht verlassen werden.
Zwischen 6 und 21 Uhr können Ausflüge in die Natur unternommen, dürfen die Waldwege aber nicht verlassen werden.  © dpa (Symbolbild)

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