Sächsische Verbraucherzentrale startet Musterklage gegen Sparkasse

Leipzig - Als erste Landesverbraucherzentrale hat die sächsische (VZS) eine Musterfeststellungsklage auf den Weg gebracht, um mutmaßlich um Zinsen geprellte Sparkassen-Kunden zu ihrem Recht zu verhelfen.

VZS-Chef Andreas Eichhorst.
VZS-Chef Andreas Eichhorst.  © Petra Hornig

Seit Monaten schon prüft die VZS Hunderte Prämiensparverträge misstrauischer Verbraucher.

"Bei sächsischen Sparkassen ist uns aufgefallen, dass sich die Häuser unterschiedlicher Referenzzinsen bedienen, die nicht der höchstrichterlichen Rechtsprechung genügen", erklärt VZS-Finanzexpertin Andrea Heyer. Der variable Zins liege heute praktisch bei null.

Mit einer Musterklage gegen die Sparkasse Leipzig wollen die Verbraucherschützer den Streit nun vor dem Oberlandesgericht Dresden ausfechten. Jeder Kunde mit einem Langzeitsparvertrag "Prämiensparen flexibel" könne sich der Klage anschließen, so VZS-Chef Andreas Eichhorst.

Dafür müssen sich Betroffene nur im Musterklagen-Register des Bundesamtes für Justiz online eintragen - "ohne Prozesskosten, mit geringem Aufwand und Risiko", so Eichhorst.

Nach Berechnungen der VZS-Experten stehen geprellten Sparern im Schnitt nachträglich noch 3 400 Euro zu.

VZS-Finanzchefin Andrea Heyer.
VZS-Finanzchefin Andrea Heyer.  © Johannes Waschke/Verbraucherzentrale Sachsen/dpa

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