Dieser sächsische Verein gründet Flüchtlingsmannschaft

Torwart Oliver Walther (M) und die Integrationsteam-Spieler Bel eid Aniss und Chihi Mohamed Ali (r.).
Torwart Oliver Walther (M) und die Integrationsteam-Spieler Bel eid Aniss und Chihi Mohamed Ali (r.).

Von Thomas Nahrendorf

Plauen - So geht’s auch: Fußball-Oberligist VFC Plauen hat ein Integrationsteam aus Flüchtlingen auf die Beine gestellt. „VFC - 1903 % Respect“, heißt das Projekt.

Es ist eine grandiose Geschichte: 20 in Plauen untergekommene Asylbewerber trainieren montags und donnerstags im Vogtlandstadion. „Seit Ende Mai steht das Team“, sagt VFC-Vorstand Eric Holtschke.

„Die Flüchtlinge sind zuammen mit dem Plauener Mirko Kluge auf uns zugekommen. Er ist der Urheber des Projekts. Sie haben angefragt, ob sie bei uns Fußball spielen können. Dem haben wir sehr gern zugestimmt.“

Nicht nur für Holtschke ist das eine perfekte Form der Integration. „Die Jungs sind alle Mitglieder in unserem Verein, also voll integriert. Sie sind bei allen Aktivitäten des VFC dabei. Das hilft, Respekt zu schaffen in der Bevölkerung, mögliche Ängste abzubauen und Barrieren zu überwinden. Gleichzeitig lernen die Männer schnell unsere Sprache“, so Holtschke.

Ramadan Kasam ist der Trainer des Integrationsteams.
Ramadan Kasam ist der Trainer des Integrationsteams.

Trainiert werden die Flüchtlinge montags von Sportlehrer Ulrich Sörgel, donnerstags übernimmt Ramadan Kasam, selbst Flüchtling aus dem Nahen Osten. „Ich bin selbst ausgebildeter Übungsleiter“, sagt Kasam.

Täglich erreichen den VFC Anfragen von Flüchtlingen, ebenfalls mit dem Team trainieren zu können. „Momentan ist das leider nicht möglich.

Wir sind mit den 20 Männern an der Kapazitätsgrenze angekommen“, sagt Eric Holtschke. Finanziert wird das Team „1903 % Respect“ ausschließlich über Spenden von Unternehmen und Privatpersonen aus dem Vogtland.

Die 1500 Euro von der Volksbank Vogtland kamen gerade recht. Das Integrationsteam des VFC wurde mit dem Preis „Stern des Sports“ ausgezeichnet.

Abdul al Kadei (re.) beim Torschuss.
Abdul al Kadei (re.) beim Torschuss.

Fotos: IGOR PASTIEROVIC


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