"Sagen sie es niemandem": Manipuliert Putin US-Wahlen 2020?

Moskau (Russland) - Wladimir Putin (66) äußerte sich zu kritischen Fragen und Bedenken von Amerikanern, ob er sich in die Wahl 2016 eingemischt hätte und ob er es 2020 (wieder?) machen würde.

Wladimir Putin (66, l.) und Donald Trump (73) flüstern auf dem G-20-Gipfel in Hamburg 2017.
Wladimir Putin (66, l.) und Donald Trump (73) flüstern auf dem G-20-Gipfel in Hamburg 2017.  © Evan Vucci/AP/dpa (Archivbild)

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin scherzte am gestrigen Mittwochabend, als er an einem Energiegipfel in Moskau teilnahm, darüber, ob er sich in die Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr eingemischt habe und im kommenden Jahr erneut einmischen und Donald Trump (73) unterstützen wolle.

Laut der britischen Zeitung The Sun habe Putin auf die Bedenken zur Wahl 2016 geantwortet, indem er mit einer Hand das Mikrofon auf dem Podium leicht verdeckte und ironisch sagte, "Definitiv! Sagen sie aber niemanden weiter!"

Das amerikanische FBI ermittelte gegen ihn, weil der Verdacht bestand, dass er sich bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt haben soll (TAG24 berichtete). Trump gewann die Wahl damals deutlich vor Clinton.

Putin äußerte sich weiter zu diesen Vorwürfen: "Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre", soll er laut The Sun gesagt haben. "Es gab niemals Beweise dafür, dass ich mit Trump gearbeitet habe."

Ob er sich nun im kommenden Jahr in die Wahlen einmischt, bleibt also weiterhin unklar. Er bestreitet es zumindest mit seinen ironischen Aussagen.

Dass Trump die Wahlen in 2020 überhaupt miterlebt, ist indes fragwürdiger denn je geworden. Aktuell droht ihm ein Amtsenthebungsverfahren aufgrund seiner umstrittener Telefonate mit dem ukrainischen Präsidenten.

Titelfoto: Evan Vucci/AP/dpa (Archivbild)

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