Verfassungsschutz bestätigt: Spezielle Salafisten-Puppen für Kinder!

Köln - In Köln werden nach Recherchen des WDR salafistische Puppen zur Indoktrination von Kindern hergestellt.

Burkhard Freier, Chef des NRW-Verfassungsschutzes.
Burkhard Freier, Chef des NRW-Verfassungsschutzes.  © DPA

Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums bestätigte dies am Donnerstag: "Der Verfassungsschutz weiß davon und beobachtet dies auch." Rechtlich gebe es gegen den Vertrieb der Puppen keine Handhabe.

Die gesichtslosen Puppen werden nach WDR-Informationen über soziale Netzwerke zum Teil unter dem Namen "Jundullah" (Soldaten Gottes) vertrieben.

Die Frauenpuppen seien vollverschleiert. Die Herstellerin schreibe auf Facebook, Ziel sei es, "..., dass unsere kleinen Löwen und Löwinnen bereits beim Spielen die natürliche Schamhaftigkeit kennenlernen."

"Der Salafismus wird gewaltbereiter und jünger", erklärt der Leiter des Verfassungsschutzes NRW, Burkhard Freier gegenüber dem WDR.

Jünger, das bedeute oft sogar eine gezielte Indoktrinierung im frühen Kindesalter.

Laut Verfassungsschutz leben in NRW geschätzt 100 salafistische Familien, in denen Kinder bereits früh mit der Ideologie großgezogen werden.

Der NRW-Verfassungsschutz hatte bereits vor radikalisierten Müttern gewarnt, die mit ihren Kindern aus Salafisten-Kampfgebieten zurückgekehrt sind.

Sie seien eine wachsende Gefahr. Etwa 3000 von bundesweit rund 11.000 Salafisten leben in NRW.

Die Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bietet Betroffenen Unterstützung an. Angehörige oder Freunde, die vermuten, dass sich eine Person in ihrem Umfeld radikalisiert, können sich unter Telefon 0911/943 43 43 (montags bis freitags 9-15 Uhr) oder per E-Mail: beratung@bamf.bund.de melden.


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