AfD-Verband vergreift sich beim Thema Frauenrechte im Ton

Mit provokanten Wahlplakaten wie diesem macht die AfD auf sich aufmerksam.
Mit provokanten Wahlplakaten wie diesem macht die AfD auf sich aufmerksam.

Salzgitter - Auch die AfD wirbt mit Plakaten im Wahlkampf um Wählerstimmen. Einige Poster widmen sich dabei der Rolle der Frau in Deutschland.

Ein Facebook-Userin hat sich diesbezüglich klar zum Thema Frauenrechte positioniert und wurde daraufhin von der Social-Media-Abteilung der Partei abgefertigt.

Die Diskussion wurde auf Facebook geführt. Dort soll "Der Westen" zufolge ein Screenshot einer blonden Frau aufgetaucht sein, die ein AfD-Wahlplakat nach oben hält, auf dem "Der Islam gehört nicht zu Deutschland Die Freiheit der Frau ist nicht verhandelbar" zu lesen ist.

Für eine Frau namens Anouk Duddey griff dieser Ansatz deutlich zu kurz, weshalb sie: "Zur Freiheit der Frau gehört es auch samt Kinder einen Körperlich und/oder psychisch übergriffigen Eheman[n] zu verlassen und lieber freiwillig und zum wohle der Kinder alleinerziehen zu sein, ohne sanktioniert und stigmatisiert zu werden", als Kommentar darunter schrieb.

Scheinbar wollte das Facebook-Team der AfD Salzgitter diesen Beitrag so nicht stehen lassen, postete eine Antwort, schoss dabei allerdings in der Wortwahl weit über das Ziel hinaus.

"Hat hier gerade ein[en] Frauenhaus Internet bekommen? Ihr erzählt hier ein Stuss ohne auch nur einen einzigen Beweis zu bringen. Dann wählt doch eure Kinder*****partei", lautete die Antwort des AfD-Kreisverbands aus Niedersachsen.

Laut DerWesten wurde der Screenshot kurze Zeit nach dem Auftauchen wieder gelöscht. Somit ist unklar, was der Parteivorstand zu einer solchen Entgleisung des lokalen Verbands sagt.


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