Gold in Sachsen! Lohnt sich die Suche?

Uwe Lehmann (53, re. kl. F.) vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) Freiberg
Uwe Lehmann (53, re. kl. F.) vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) Freiberg

Von Antje Meier

Freiberg - Ein Schloss aus Gold – für die meisten wohl unbezahlbar. Was aber kaum einer weiß: In Sachsens Häusern steckt pures Gold. Doch wartet noch mit dem Abriss ...

In etwa 170 Gruben werden derzeit in Sachsen Kies und Sand abgebaut. Dazwischen, gut versteckt, lagert oft auch Gold. Zu diesem Ergebnis kam Uwe Lehmann (53) vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Freiberg in einer Studie.

So fand er in 25 von 26 untersuchten Kies- und Sandgruben Gold – durchschnittlich ein Milligramm Gold pro Tonne Kiessand. Bei einem Abbauvolumen von einer Million Tonnen im Jahr entspricht das einem Kilo Gold.

Der aktuelle Goldpreis liegt bei etwa 35.500 Euro pro Kilo!
Der aktuelle Goldpreis liegt bei etwa 35.500 Euro pro Kilo!

„In Sachsen gibt es wohl nur drei bis vier Kieswerke, die so viel oder etwas mehr abbauen“, schätzt Uwe Lehmann. Der aktuelle Goldpreis liegt bei etwa 35.500 Euro für ein Kilo Gold. Klingt viel. Aber: „Das ist recht wenig Gold und lohnt sich für Unternehmen erst, wenn der Erlös größer ist als der Aufwand, das Gold zu gewinnen“, erklärt er. „Doch die Werke haben kaum Kapazitäten frei.“

Deshalb verzichten Sachsens Kieswerke noch auf die Anreicherung des Goldes.

Und so werden kleine Flitter des Edelmetalls ungesehen über Sande in unseren Häusern und Straßen verbaut. „Nicht umsonst sagen Hobby-Goldsucher, dass der größte Nugget irgendwo im Beton steckt“, sagt Lehmann lachend.

Suchen zwecklos: „Da wird keiner was finden."


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