Streit mit der Polizei: Stalker von Sandra Bullock bringt sich um

Los Angeles - Tödliches Ende eines Polizeieinsatzes: Gegen den Stalker von Sandra Bullock lag ein Haftbefehl vor. Doch als die Beamten am Haus von Joshua Corbett anrückten, eskalierte die Situation.

Sandra Bullock hatte bis 2022 eine einstweilige Verfügung gegen ihren Stalker erwirkt.
Sandra Bullock hatte bis 2022 eine einstweilige Verfügung gegen ihren Stalker erwirkt.  © Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

Seit Jahren lebte die Hollywood-Schauspielerin in Angst vor ihrem Stalker. 2014 war der Mann sogar in ihr Anwesen eingedrungen. Bullock, zu dem Zeitpunkt zu Hause, versteckte sich und alarmierte die Polizei. Corbett wurde daraufhin verurteilt. Nun ist der 42-Jährige tot.

Wie verschiedene US-Medien übereinstimmend berichten, sei ein Polizeieinsatz bei Corbetts Haus am Mittwoch aus dem Ruder gelaufen. Als die Beamten aufgrund eines Haftbefehls gegen den Stalker anrückten, um ihn mitzunehmen, soll dieser sich verbarrikadiert und vorgegeben haben, mit einer Waffe auf die Einsatzkräfte schießen zu wollen.

Laut "NBC4" dauerten die Verhandlungen fünf Stunden an, doch Corbett weigerte sich vehement, sein Haus zu verlassen. Als die Polizei das Gebäude mit Hilfe einer hinzugerufenen SWAT-Spezialeinheit stürmte, sei der Mann bereits tot gewesen. Vermutlich habe er sich selbst getötet, allerdings nicht mit einer Schusswaffe, wie "NBC4" behauptet.

Erst im Juni vergangenen Jahres war Corbett aus einer Klinik für psychisch Kranke entlassen worden. Doch seine Bewährungsauflagen waren streng. Bullock durfte er sich laut einstweiliger Verfügung weiterhin nicht nähern.

Ob er wegen eines Verstoßes gegen diese Auflage erneut festgenommen werden sollte, ist nicht offiziell bestätigt. Zu einer für Ende April geplanten Anhörung soll er jedenfalls nicht erschienen sein.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über versuchte Suizide zu berichten. Da der Vorfall aber im Zusammenhang mit einer Person des Öffentlichen Lebens steht, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa


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