Knoten geplatzt! Sandro Wagner schießt China-Team mit Doppelpack zum Sieg

Tianjin (China) - Erleichterung beim "besten deutschen Stürmer" Sandro Wagner! Der Angreifer hat im zwölften Einsatz für seinen chinesischen Verein Tianjin Teda endlich seine ersten beiden Tore erzielt.

Sandro Wagner kann wieder jubeln! Der frühere deutsche Nationalstürmer erzielte seine ersten beiden Tore für Tianjin Teda in China.
Sandro Wagner kann wieder jubeln! Der frühere deutsche Nationalstürmer erzielte seine ersten beiden Tore für Tianjin Teda in China.  © DPA

Auch seinem deutschen Trainer Uli Stielike dürften gleich mehrere Steine vom Herzen gepurzelt sein, verkündete er doch nach Wagners Zugang im Januar: "Wir hatten im Angriff wenig Durchschlagskraft. Daher hat der Verein beschlossen, einen groß gewachsenen Mittelstürmer zu suchen. Ich habe dann zwei, drei Namen genannt, bei denen Sandro absolute Priorität hatte."

Bis Samstag konnte Wagner das Vertrauen von Stielike noch nicht mit Toren zurückzahlen.

Dann jedoch platzte der Knoten! Im Duell mit dem Tabellenvierten Shandong Luneng Taishan brachte Wagner seine Mannschaft in der 15. Minute in Führung und legte in der 67. Minute auch noch das 2:0 nach.

Zwar flog Teamkollege Tan Wangsong nur vier Minuten später mit einem Platzverweis vom Feld, doch als der 87-fache belgische Nationalspieler Marouane Fellaini in der 79. Minute ebenfalls die Rote Karte kassierte, herrschte personell wieder Gleichstand.

In der sechsten Minute der Nachspielzeit traf Roger Guedes noch zum 1:2-Endstand, was jedoch nichts mehr daran ändern sollte, dass Wagner in diesem Spiel der "Man of the Match" war und seine Elf zum Sieg geschossen hatte.

Die Anlaufzeit von Sandro Wagner in China bei Tianjin Teda dauerte länger als gedacht

Sandro Wagner soll in China pro Jahr 7,5 Millionen Euro verdienen. Nun beginnt er, diese astronomische Summe auch mit Toren zurückzuzahlen.
Sandro Wagner soll in China pro Jahr 7,5 Millionen Euro verdienen. Nun beginnt er, diese astronomische Summe auch mit Toren zurückzuzahlen.  © DPA

Damit rückten er und sein Mannschaftskollege Felix Bastians (ehemals Hertha BSC, SC Freiburg und VfL Bochum) auf den sechsten Tabellenplatz vor, haben jedoch weiterhin satte 15 Punkte Rückstand auf einen AFC-Champions-League-Platz.

Immerhin beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nach dem Sieg acht Punkte.

Das liegt auch an den Startschwierigkeiten von Wagner, die in diesem Ausmaß nicht zu erwarten waren. Schließlich ragt der bullige Stürmer in der Chinese Super League alleine schon mit seiner Körpergröße von 1,94 Meter heraus.

Doch die Anlaufzeit in einem neuen Land mit einer ganz anderen Kultur dauerte offensichtlich doch ein paar Monate.

Zuvor hatte Wagner im Januar nach einem Jahr beim FC Bayern München um den Wechsel gebeten und durfte dann auch für eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro gehen.

Zwölf Monate vorher hatte ihn der Deutsche Rekordmeister für dreizehn Millionen Euro von der TSG 1899 Hoffenheim zurück nach München geholt, wo er bereits von 1995 bis 2008 gespielt hatte.

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