Nach wochenlanger Dürre: Hier wird jetzt das Trinkwasser knapp!

Sangerhausen - Nach kaum mehr als drei Regentagen in einem Monat wird im südwestlichen Sachsen-Anhalt das Trinkwasser knapp.

Der Nitratgehalt ist mittlerweile so hoch, dass vor allem Babys und Kleinkinder mit gekauftem Mineralwasser versorgt werden sollten.
Der Nitratgehalt ist mittlerweile so hoch, dass vor allem Babys und Kleinkinder mit gekauftem Mineralwasser versorgt werden sollten.  © DPA

Der Wasserverband Südharz schränkt daher die Verwendung von Trinkwasser aus seinem Leitungsnetz ein.

Dieses Verbot gilt etwa für die Bewässerung von Gärten, Rasenflächen, Spiel- und Sportplätzen, Parks, Hof-, Straßen- und Wegeflächen, das Waschen und Abspritzen von Fahrzeugen, das Befüllen von privaten Schwimmbecken sowie für Übungen von Feuerwehren, bei denen auf das Trinkwassernetz zurückgegriffen wird.

Außerdem hat der Verband alle Bürger aufgefordert, den Wasserverbrauch so gering wie möglich zu halten und sorgsam mit dem kostbaren Nass umzugehen. Dieser Appell gelte nicht für das Versorgungsgebiet Allstedt, da dieser Bereich mit Fernwasser aus der Rappbode-Talsperre versorgt wird.

Da der Grenzwert für Nitrat in Teilen des Versorgungsgebietes Südharz bereits überschritten sei, empfiehlt der Wasserverband seit Anfang Juni, Säuglinge und Kleinkinder nur noch mit Mineralwasser zu versorgen.

Der leicht erhöhte Nitratwert in Holdenstedt, Liedersdorf, Sotterhausen, Beyernaumburg, Othal und in Teilen der Stadt Sangerhausen könnte anderenfalls zu gesundheitlichen Problemen bei Kindern bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr führen.


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