Blutige Familientragödie auf Teneriffa: Haftbefehl gegen 43-jährigen Vater erlassen

Madrid/Santa Cuz de Tenerife - Hat er seine Familie totgeschlagen? Am Freitag wurde gegen den 43-jährigen Deutschen Haftbefehl erlassen. Auf Teneriffa soll er seine Frau (39) und seinen ältesten Sohn (10) in einer Höhle totgeschlagen haben. Nur der siebenjährige Sohn überlebte, weil er fliehen konnte (TAG24 berichtete).

Die Polizei organisierte eine große Suchaktion nach der Frau aus Deutschland und ihren zehn Jahre alten Sohn durch.
Die Polizei organisierte eine große Suchaktion nach der Frau aus Deutschland und ihren zehn Jahre alten Sohn durch.  © Andres Gutierrez/El Día/dpa

Bereits am Donnerstagabend wurde der Mann festgenommen und sein Haus in Adeje durchsucht. Am Freitag wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen und er wurde dem Haftrichter vorgeführt, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Der 43-Jährige habe bislang zu den Vorwürfen geschwiegen, beteuert allerdings weiterhin seine Unschuld!

Inzwischen beschäftigt der gewaltsame Tod der 39-Jährigen und ihres Sohnes auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa auch die Polizei in Sachsen-Anhalt. Nach dpa-Informationen ist ein Amtshilfeersuchen aus Spanien auf dem Weg in die Heimat der Familie.

Was genau die deutschen Beamten herausfinden sollen, blieb zunächst offen. Die sachsen-anhaltischen Sicherheitsbehörden wollten sich am Freitag nicht äußern. Die Familie stammte verschiedenen Medienberichten zufolge aus dem Süden Sachsen-Anhalts.

Der Siebenjährige, der das grausame Verbrechen überlebte, soll sich mittlerweile in der Obhut von Verwandten erholen. Die Großeltern mütterlicherseits und möglicherweise auch eine Tante würden noch am Freitag auf der spanischen Urlaubsinsel erwartet, sagte die Ministerin für Soziales der Regionalregierung der Kanaren, Cristina Valido.

Der Junge werde von Sozialarbeitern und Psychologen betreut.

Titelfoto: Andres Gutierrez/El Día/dpa,

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