Igitt! Eklige Kläranlagen-Panne auf Teneriffa

Misario Santa Cruz/Teneriffa - Schon wieder gab's einen ekligen Zwischenfall auf der beliebten Urlaubsinsel!

Nahe Santa Cruz auf Teneriffa gab es ein ekliges "Malheur".
Nahe Santa Cruz auf Teneriffa gab es ein ekliges "Malheur".  © Screenshot/YouTube

Auf der beliebten Kanareninsel Teneriffa hat es einen unangenehmen Zwischenfall bei der "Entwässerung" gegeben. Der zuständige Entwässerungsbetrieb ist um Schadenbegrenzung bemüht, wie Teneriffa-news berichtet.

Auf privaten Aufnahmen ist zu erkennen, wie aus einem Rohr "dunkles Wasser" direkt ins Meer fließt.

Die stinkende braune Brühe breitete sich an der gesamten Küste rings um das Abwasserrohr aus. Das >> YouTube-Video ging rasch viral! Laut Teneriffa-news befindet sich diese Stelle in der Nähe der Hauptstadt Santa Cruz.

Wegen der öffentlichen Empörung reagierte auch die Stadtverwaltung rasch.

Der örtliche Entwässerungsbetrieb "Emmasa" bestätigte demnach, dass es sich bei dem im Meer gelandeten Wasser um Abwasser aus seiner Kläranlage in Buenos Aires handle.

Es war nicht der erste Vorfall dieser Art auf der Urlaubsinsel

Der Druck auf das örtliche Abwasser-Unternehmen wächst.
Der Druck auf das örtliche Abwasser-Unternehmen wächst.

Ein Defekt im Rohrsystem ist schuld, dass das ungeklärtes Abwasser in den Atlantik gelangte, hieß es.

Guillermo Jiménez, Generaldirektor der Entwässerungsgesellschaft, erklärte, dass sofort nach Bekanntwerden des Zwischenfalls das Aktionsprotokoll aktiviert worden ist. "Innerhalb von drei Stunden konnte das Problem gelöst werden."

Das Unternehmen betonte, dass "das Wasser bei Auslaufen bereits die Qualität von Brauchwasser" gehabt hatte. "Demnach hätte es zuvor einen dreistufigen Reinigungsprozess durchlaufen und sei somit mindestens in der Qualität gewesen, dass Landwirte es auf ihren Feldern hätten verwenden dürfen. Viele Bauern wiederum lehnen genau dieses Wasser aufgrund seiner Qualitätsstufe schon seit Jahren ab", schreibt das Insel-Magazin weiter.

In der Zwischenzeit schaltete sich auch die Stadt Santa Cruz öffentlich ein. Sie verlangte in einer Stellungnahme genaue Informationen zu dem Vorfall. Dazu gehöre auch eine plausible Erklärung dafür, wie genau es sich bei dem Problem um einen "einmaligen Vorfall" handeln konnte, von dem das Unternehmen gesprochen hatte.

Bereits seit Jahren sei bekannt, dass viele Kläranlagen auf den Kanarischen Inseln am Limit sind. Daher halten Kritiker die wiederkehrenden Mikroalgen-Teppiche für ein "hausgemachtes Problem". Zur Bekämpfung dieser wurde inzwischen sogar ein eigenes Boot von der kanarischen Regierung gechartert.

Titelfoto: Screenshot/YouTube


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0