Vater zwingt Tochter (5) fünf Liter Wasser zu trinken, bis sie mit Hirnschwellung ins Koma fällt

Saporischschja (Ukraine) - Statt den Krankenwagen zu rufen, folterte ein Vater aus der Ukraine seine Tochter Tania I. (5) - unfreiwillig. Weil er glaubte, dass er dem armen Kind auf diese Weise helfen könnte, als er bei ihr eine Lebensmittelvergiftung vermutete, ließ er sie insgesamt fünf Liter Wasser trinken. Das Mädchen, das immer wieder brechen musste, verlor schließlich mit einer Hirnschwellung das Bewusstsein, berichtet die "SUN".

Zwei Tage lag Tania I. (5) im Koma (Symbolbild).
Zwei Tage lag Tania I. (5) im Koma (Symbolbild).  © 123RF

Ihr Vater machte dann nach stundenlanger Verspätung das, was er von Anfang an hätte tun sollen: Er rief verzweifelt einen Krankenwagen. Tania I., die ins Koma gefallen war, wurde in der ukrainischen Stadt Saporischschja in eine Klinik gebracht, wo sie zwei Tage lang um ihr Leben kämpfte.

Erst am dritten Tag erlangte die Fünfjährige ihr Bewusstsein wieder und befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr.

Der zuständige Arzt, Doktor Valery Tsarev, sagte zu dem Fall laut "SUN": "Der Vater wollte den Bauch des Mädchens vollpumpen und zwang sie, etwa fünf Liter Wasser zu trinken... Das Mädchen wurde in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Sie litt an einer erheblichen Hirnschwellung und hatte einen Anfall."

Tania I. berichtete laut lokalen Medien, dass ihr Vater sie mit dem vielen Wasser zum Brechen bringen wollte, um die vergifteten Lebensmittel auszuspülen, die sie seiner Meinung nach gegessen hatte.

Doktor Valery Tsarev appelliert an alle Eltern

Tania I. (5) kämpfte zwei Tage lang um ihr Leben (Symbolbild).
Tania I. (5) kämpfte zwei Tage lang um ihr Leben (Symbolbild).  © 123RF

Der Vater, der sich seine Aktion nicht verzeihen kann, sagte im Anschluss geläutert: "Ja, ich bin ein Idiot. Ich habe die ganze Zeit gebetet. Ich wünschte, ich könnte mit meiner Tochter die Plätze tauschen. Vorher habe ich mich als guten Vater angesehen, der gut auf sein Kind aufpasst."

Und weiter: "Dann habe ich alles selbst in die Hand genommen - wegen meiner Dummheit. Ich wollte wirklich sterben, als mir klar wurde, was ich getan hatte."

Doktor Tsarev hatte nach dem Vorfall die wichtige Botschaft an alle Eltern, dass sie ihre Kinder auf keinen Fall alleine diagnostizieren und behandeln sollten.

Der Mediziner erklärte: "Wenn Sie bemerkt haben, dass mit Ihrem Kind etwas nicht stimmt, surfen Sie nicht im Internet. Lassen Sie sich nicht von anderen Leuten beraten, wie Sie Ihr Kind heilen könnten. Bitte rufen Sie einfach einen Krankenwagen an."

Diesen Rat wird der Vater der Kleinen mit Sicherheit sein restliches Leben lang beherzigen.

Titelfoto: 123RF

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