Tausende Flüchtlinge wollen wieder in die EU

Sarajevo - Das Winterwetter (bis zu minus 13 Grad) und härtere kroatische Grenzkontrollen halten derzeit Tausende Flüchtlinge davon ab, von Bosnien-Herzegowina aus in die Europäische Union zu gelangen.

Ein Migrant hält ein Kind vor einer Polizeiabsperrung am Grenzübergang von Maljevac zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien.
Ein Migrant hält ein Kind vor einer Polizeiabsperrung am Grenzübergang von Maljevac zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien.  © Amel Emric/AP/dpa

Möglicherweise stecken die Menschen sogar bis zum Frühjahr in den drei Zentren für Migranten in den bosnischen Städten Bihac und Velika Kladusz fest, berichtet das polnische Nachrichtenportal "Interia". Von mehr als 3000 Flüchtlingen ist dabei die Rede. Viele von ihnen wollen ihre Reise im Frühjahr aber fortsetzen.

In Bihac wurde in einer leerstehenden Fabrik für etwa zweitausend Menschen Platz geschaffen. Die Migranten bekommen beheizte beheizte Zelte, drei Mahlzeiten am Tag und medizinische Versorgung.

Die EU habe über 9,2 Millionen Euro bereitgestellt hat, um die Behörden in Bosnien-Herzegowina während der Wintermonate zu unterstützen, denn mit einem weiteren Zustrom von Migranten werde derzeit gerechnet.

Bosnien-Herzegowina ist 2018 zu einem der wichtigsten Transitländer für die Flüchtlinge geworden, nachdem Ungarn und Slowenien ihre Grenzkontrollen verschärft haben.

Seit Januar sollen mehr als 23.000 Menschen dort angekommen sein. Die meisten stammen aus Pakistan, Afghanistan, Irak und Iran.

Bosnische Migranten gehen durch den Wald am Gebirgszug Pljesevica, um bei Bihac illegal die Grenze nach Kroatien zu überqueren.
Bosnische Migranten gehen durch den Wald am Gebirgszug Pljesevica, um bei Bihac illegal die Grenze nach Kroatien zu überqueren.  © Amel Emric/AP/dpa
Migranten zelten am Grenzübergang von Maljevac zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien.
Migranten zelten am Grenzübergang von Maljevac zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien.  © Amel Emric/AP/dpa
In Velika Kladusa in Bosnien-Herzegowina warten Migranten auf die Speisenverteilung in einem Flüchtlingslager an der Grenze zu Kroatien.
In Velika Kladusa in Bosnien-Herzegowina warten Migranten auf die Speisenverteilung in einem Flüchtlingslager an der Grenze zu Kroatien.  © Amel Emric/AP/dpa

Titelfoto: Amel Emric/AP/dpa

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