Fall Saray G.: Angeklagter gesteht Tötung von dreifacher Mutter

Darmstadt - Mit einem überraschenden Geständnis des Angeklagten hat der Prozess um den Tod der 47 Jahre alten Saray G. vor dem Darmstädter Landgericht am Mittwoch eine neue Wendung genommen.

Saray G. (li.) und Hayreddin T. waren etwa drei Monate lang ein Paar.
Saray G. (li.) und Hayreddin T. waren etwa drei Monate lang ein Paar.  © Polizeipräsidium Frankfurt

Der Angeklagte Hayreddin T., ein 52 Jahre alte Mann aus dem Odenwald, muss sich seit Juni wegen Totschlags verantworten (TAG24 berichtete).

Bisher hatte er die Vorwürfe bestritten und zuletzt sogar seine 46 Jahre alte Ehefrau der Tat bezichtigt.

Am zehnten Verhandlungstag am Mittwoch erklärte er dagegen, er habe seine Geliebte während eines Streits um die Fortsetzung der Liebesbeziehung im August 2017 in einem Waldstück bei Münster im Kreis Darmstadt-Dieburg erwürgt.

Danach sei er nach Frankreich geflüchtet, um sich am Meer das Leben zu nehmen.

Die Polizei hatte den Mann im vergangenen September festgenommen, nachdem er sich bei seiner Ehefrau gemeldet hatte (TAG24 berichtete). Zuvor hatte die Töchter der Getöteten den heute 52-Jährigen als letzten Kontakt der Mutter benannt.

Der Prozess wird am 29. August wahrscheinlich mit den Plädoyers fortgesetzt. Auch zu einem Urteil könnte es dann schon kommen.

Der Fall der getöteten dreifachen Mutter Saray G. aus Frankfurt-Bockenheim hatte für großes Aufsehen gesorgt. Der Angeklagte soll sein Opfer zudem mit Medikamenten widerstandsunfähig gemacht und sich sexuell an ihr vergangen haben (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Polizeipräsidium Frankfurt


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