Eklig. Das ist kein Aschenbecher, sondern ein Strand

Säckeweise Müll wurde bei der Strandreinigung eingesammelt.
Säckeweise Müll wurde bei der Strandreinigung eingesammelt.

Zingst - Unglaublich, was Menschen für Müllmassen am Strand zurücklassen. Besonders eklig: In den Sand gedrückte Kippen. Tausende wurden davon am Strand von Zingst eingesammelt.

Mit der Aktion „Mein sauberer Strand“ wollen die Gemeinde Zingst (Landkreis Vorpommern-Rügen) und die Umweltschutzorganisation BUND seit Mittwoch den Zingster Badestrand von Müll befreien.

„Wir wollen ein neues Strandberäumungskonzept entwickeln, damit so viel maschinelle Beräumung wie möglich verhindert wird“, erklärte BUND-Sprecherin Elke Körner.

Die Reinhaltung der Strände durch Maschinen führe zur Vernichtung von Strandlebensräumen. Daher solle der Strand von Hand gesäubert werden.

Derzeit finde die Aktion nur in Zingst statt. „Wir hoffen, dass wir das Projekt in den kommenden Jahren auch in anderen Gemeinden umsetzen können“, sagte Körner. Sieben weitere Müllsammelaktionen sind demnach für August und September geplant.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung aktuell 27 Badestellen mit einer Blauen Flagge ausgezeichnet.

Diese werde an Badestrände vergeben, die bestimmte Anforderungen an das Umweltmanagement erfüllen. „Der Strand von Zingst besitzt seit vielen Jahren die Blaue Flagge“, erklärte eine Sprecherin der Aktion in Zingst.

Mit der Müllsammelaktion solle ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden. Besser wäre es aber, wenn die Urlauber ihren Müll einfach selber mitnehmen würden.

Ein Mitarbeiter erfasst die eingesammelten Zigarettenkippen, die im Sand steckten.
Ein Mitarbeiter erfasst die eingesammelten Zigarettenkippen, die im Sand steckten.
Am Strand von Zingst wurde am Mittwoch der Müll eingesammelt.
Am Strand von Zingst wurde am Mittwoch der Müll eingesammelt.

Fotos: dpa


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