Tausende Fische sterben in Berlins Gewässern

Berlin - Ungewöhnlich: Viele Fische sind in diesem Jahr relativ früh dem mangelnden Sauerstoffgehalt in Berliner Gewässern zum Opfer gefallen.

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Allein in den vergangenen anderthalb Wochen seien knapp sieben Kubikmeter tote Fische abgefischt und entsorgt worden, sagte Wildtierexperte Derk Ehlert aus der Umweltverwaltung am Montag auf Anfrage.

Damit sei eine Menge erreicht, die dem Durchschnittswert heißer Sommer entspreche. Hauptsächlich betroffen seien Kanäle und Teiche. Wie stark sich die Gewitter von Sonntag auf die Wasserqualität auswirkten, war zunächst nicht bekannt.

Der Sauerstoffgehalt in den Kanälen - etwa in Kreuzberg, Neukölln und Spandau - kann schnell kritisch werden, weil es dort wenig Durchfluss gibt und sich das Wasser recht schnell erwärmt.

Wenn es dann stark regnet, kann die Mischkanalisation überlaufen: Abwässer ergießen sich dann in die Kanäle, der Sauerstoffgehalt sackt ab, Fische ersticken. Üblicherweise kommt das erst im Hochsommer vor.

Um dem Problem entgegenzuwirken, ist in den Sommermonaten seit Jahren nachts ein Belüftungsschiff im Einsatz. Dessen Aufgabe ist es, das Wasser wieder mit Sauerstoff anzureichern.

Titelfoto: DPA


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